Eine Ruine mit Aussicht
Ein unfertiger Rohbau über der Küste, voller Graffiti, ohne Fenster, ohne Geländer. Klingt nicht nach Highlight. Ist aber der Ort, an dem unsere schönsten Sonnenuntergangsfotos entstanden sind.
Grösser, wilder und ruhiger als Bali. Wir sind 17 Nächte geblieben und haben es nicht bereut.
Guide entdeckenViele fahren auf Lombok nur durch, auf dem Weg zu den Gili-Inseln oder auf den Vulkan Rinjani. Wir sind geblieben: erst in Senggigi an der Westküste, dann in Kuta ganz im Süden.
Ohne Roller oder Fahrer kommst du hier nicht weit. Dafür ist an vielen Stränden deutlich weniger los als auf Bali.
Gebucht haben wir zwei Orte. Hängen geblieben sind uns die Aussichten.



Ein unfertiger Rohbau über der Küste, voller Graffiti, ohne Fenster, ohne Geländer. Klingt nicht nach Highlight. Ist aber der Ort, an dem unsere schönsten Sonnenuntergangsfotos entstanden sind.
Rund um Kuta gibt es Hügel mit Blick auf Buchten und Riffe. Bei Ebbe liegt das Wasser flach zwischen den Felsen. Unser Favorit: Bukit Merese zum Sonnenuntergang. Der Hammer.
Östlich von Kuta, rund 6 Kilometer entfernt, liegt der Mandalika Circuit, auf dem der MotoGP Grand Prix von Indonesien stattfindet. Wir standen auf der leeren Tribüne, zwischen lauter bunten Sitzen. Ziemlich surreal.
Die Frage hatten wir vor der Reise auch. Wir haben einfach beide ausprobiert.
Das ist der Ort für Sonnenuntergänge am Meer und kurze Wege zum Hafen Bangsal, von dem die Boote zu den Gilis fahren. Senggigi zieht sich über fast 10 Kilometer an der Küstenstrasse entlang. Einen richtigen Dorfkern gibt es kaum, dafür Strände, Aussichtspunkte und Tempel in der Nähe. Als Teil der Küstenstrasse bist du mit Roller oder Fahrer am flexibelsten.
Das ist der Ort für Strände, Hügel und Surfen. Kuta hat ein Zentrum mit Cafés, Warungs und Tour-Anbietern, die schönsten Strände liegen 15 bis 40 Minuten mit dem Roller entfernt. Ohne Roller oder Fahrer kommst du kaum weiter, Grab-Fahrer sind selten. Als Basis für Mandalika und die Buchten ist Kuta unsere Empfehlung.
Wir waren in Senggigi gut eine Woche und in Kuta noch etwas länger. Hast du nur eine Woche, bleib an einem Ort. Mit zwei Wochen geht beides. Zwischen Senggigi und Kuta liegen rund 65 Kilometer. Mit Auto oder Fahrer rechnest du mit etwa anderthalb Stunden. Mit dem Roller würden wir die Strecke nicht fahren, die Strassen sind nachts oft unbeleuchtet und in schlechtem Zustand. Ein Privatfahrer für einen Tag kostet 500’000 bis 700’000 IDR (rund 23 bis 33 CHF).
Zwei Küsten, zwei völlig verschiedene Stimmungen.
Hier haben wir die meisten Sonnenuntergänge geknipst.

Villa Hantu ist ein unfertiger Betonbau an einem Hang über dem Meer, an der Küstenstrasse nördlich von Senggigi (an der Jalan Raya Malimbu im Dorf Malaka). Den Namen haben ihr Jugendliche aufgesprüht. Hantu heisst übrigens Geist. Die Wände sind besprüht, die Fenster sind nur Öffnungen, und von der Terrasse siehst du weit über die Küste.
Auf die Idee gebracht hat uns ein YouTube-Video von anderen Reisenden. Für uns eines der besten Motive in Senggigi. Es ist roh und ein bisschen wild, das Gegenteil von Hotelpool und Strandliege.
Plane den Sonnenuntergang ein und denk an festes Schuhwerk und eine Handylampe für den Rückweg. Wenn du Fotos machst, achte auf die Kanten hinter dir.
Das ist eine Baustelle ohne Betreuung: Kanten, offene Öffnungen und Absätze ohne Geländer. Halte Abstand zum Rand, besonders im Dunkeln. Einheimische betreiben daneben einen Parkplatz und verlangen 10’000 IDR (rund 0.50 CHF). Ein offizielles Ausflugsziel ist das Ganze aber nicht.
Im Westen geht die Sonne direkt über dem Meer unter.

Senggigi zieht sich mehrere Kilometer an der Küste entlang. In den späten 1990er-Jahren erlebte der Ort einen Bauboom, als Lombok als das nächste Bali galt. Nach den Unruhen von 2000 und dem Bali-Anschlag von 2002 brachen die Besucherzahlen ein, heute ist Senggigi deutlich ruhiger als Kuta oder die Gilis.
Lohnt sich das? Wenn du in Senggigi wohnst, ja: Strand und Promenade liegen direkt im Westen, der Sonnenuntergang kommt ohne Anreise.
Prüf auf der Karte, wo deine Unterkunft am Streifen liegt. Der Weg zu Strand, Restaurants und Tempel kann sich deutlich unterscheiden.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Pura Batu Bolong, ein hinduistischer Tempel mit 14 Altären auf einem Felsen am Strand. Bedecke bei Tempeln Schultern und Knie und frag vor Ort nach den Regeln.
Ein Spaziergang mit Farbe.

An mehreren Mauern in Senggigi sind Meer, Schildkröten und Wellen aufgemalt. Auch eine Hausecke mit einem Engel ist uns aufgefallen.
Kein Programmpunkt, aber ein netter Grund, einmal zu Fuss die Strasse entlangzugehen.
Nimm dir einfach ein paar Minuten, wenn du ohnehin vorbeikommst. Mit dem Roller ist man schnell daran vorbei.
Die Strassen haben nicht überall Gehwege. Pass auf den Verkehr auf.
Der Süden verändert sich schnell.

Kuta ist der Hauptort im Süden. Verwechsle ihn nicht mit Kuta auf Bali. Der Ort verändert sich rasant durch das Mandalika-Projekt: neue Hotels, eine erneuerte Strandpromenade und eine MotoGP-Strecke. Uns sind bunte Skulpturen, ein Spielplatz mit Schaukeln und ein beleuchteter Ortsschriftzug aufgefallen.
Lohnt sich Kuta? Als Basis für die Strände und Hügel im Süden ja. Der Ort selbst ist eher Mittel zum Zweck.
Grab-Fahrer sind in Kuta und im Süden kaum zu erwarten. Rechne mit Roller, Privatfahrer oder Hilfe deiner Unterkunft.
Neue Bauprojekte heisst auch Baustellen und Lärm. Schau dir die Umgebung deiner Unterkunft vorher auf der Karte an.
Die Tribüne war leer, als wir da waren.

Der Pertamina Mandalika International Circuit ist die Strecke des MotoGP Grand Prix von Indonesien. 2026 fand das Rennwochenende vom 9. bis 11. Oktober statt. Rund um die Strecke stehen Schriftzüge, ein Modell des Rundkurses und Skulpturen.
Lohnt sich ein Abstecher? Wenn du Motorsport magst, ja. Auch ohne Rennen ist die leere Tribüne mit den bunten Sitzen ein ungewöhnlicher Anblick.
Wenn du ein Rennen sehen willst, buch Unterkunft und Tickets früh. 2026 war es Tage vorher ausverkauft.
Ausserhalb der Rennwochenenden ist es hier sehr ruhig. Frag in deiner Unterkunft, ob und wann du aufs Gelände kommst.
Der Süden zeigt sich von oben am schönsten.

Rund um Kuta liegen Hügel mit Blick auf Buchten, Felsen und bei Ebbe weite Flächen aus Riff und Sand. Tanjung Aan ist ein rund 2 Kilometer langer Strand, und vom Hügel Bukit Merese, rund 11 Minuten zu Fuss vom Strand, hast du die beste Aussicht.
Für uns der schönste Teil des Südens. Der Sonnenuntergang auf dem Bukit Merese war der Hammer, wir sind mehrmals hochgelaufen. Und unten wartet mit Tanjung Aan ein richtig schöner Strand.
Prüf die Gezeiten: Bei Ebbe sieht die Bucht ganz anders aus als bei Flut. Nimm Wasser, Sonnenschutz und eine Lampe für den Rückweg mit.
Oben gibt es wenig Schatten und keine Geländer. Bleib auf den Wegen und halte am Rand Abstand. Mit Roller oder Fahrer kommst du am einfachsten hin.



Hier waren wir nicht selbst. Damit du trotzdem weisst, was dich wo erwartet, haben wir das Wichtigste zu jeder Ecke der Insel zusammengetragen.
Rund um Kuta liegen die schönsten Strände der Insel. Ohne Roller oder Fahrer kommst du allerdings an keinen davon.
Eine lange, geschützte Bucht mit Büffeln am Rand und Sonnenuntergang.

Selong Belanak liegt westlich von Kuta. Der weisse Sandstrand ist lang, auf beiden Seiten stehen grüne Hügel. Die Bucht schaut nach Westen, deshalb ist der Sonnenuntergang der Höhepunkt. Direkt am Strand gibt es keine Bungalows, die Unterkünfte stehen 500 Meter bis 1,5 Kilometer landeinwärts.
Schwimmen und SurfenDie Bucht ist gut geschützt, das Wasser klar, manchmal siehst du Schildkröten. Für Anfänger gibt es Wellen von rund 0,6 bis 0,9 Metern über Sand das ganze Jahr. Boards und Kurse gibt es bei lokalen Läden. Am nahen Telawas Beach solltest du wegen der starken Strömung nicht schwimmen.
Essen und TrinkenAm Strand gibt es Warungs mit kaltem Bintang und Kokosnüssen. Für den Sonnenuntergang bieten sich die Strandbars Lantis am südlichen Ende und Laut Biru am nördlichen Ende.
Ab Kuta sind es rund 20 Kilometer und 30 bis 45 Minuten auf guter Strasse. An Markttagen wird es auf dem Rückweg eng. Ein Privattransfer ab Kuta kostet rund 200’000 bis 300’000 IDR (rund 9 bis 14 CHF), am Strand kann eine Parkgebühr von rund 10’000 IDR anfallen.
Im Juni bis August ist hier viel los. Wer in Ruhe ankommen will, bleibt rund drei Nächte. Mit Zeit kannst du den rund 4 Kilometer langen Weg über Telawas und Semeti bis Mawi laufen, in eine Richtung, und dich zurückfahren lassen (bis Telawas rund 200’000 IDR, rund 9 CHF).
Eine Hufeisenbucht mit ruhigen Rändern und starken Wellen in der Mitte.

Mawun hat die Form eines Hufeisens. An den Seiten ist das Wasser ruhig, in der Mitte stehen starke Wellen und das Wasser ist tief. Schau deshalb erst, bevor du schwimmst. Am besten kommst du früh am Morgen, dann hast du den Strand fast für dich. Leider treibt manchmal Müll im Wasser.
Ab Kuta sind es rund 9 Kilometer und 15 Minuten (ohne Stau). Dazu kommt eine Parkgebühr von rund 10’000 IDR (rund 0.50 CHF).
Weiter westlichMawi ist ein Strand für erfahrene Surfer mit Wellen von rund 1,5 bis 1,8 Metern und abgelegener Stimmung. Die Anfahrt führt rund 30 Minuten über eine holprige Piste, mit Geländewagen. Tampah liegt 25 bis 30 Minuten westlich von Kuta, ist ruhig und hat kaum Verkäufer. Die Zufahrt ist aber sehr schlecht. Lancing gilt als ruhig und relativ sauber.
Heller Sand, ein Aussichtshügel und das Fest der Seewürmer.

Tanjung AanRund 2 Kilometer Küste mit hellem Sand und flachem Wasser. Ab Kuta rund 15 Minuten. Rechne mit Abfall, fliegenden Händlern und einem teuren Parkplatz. Zeitweise waren wegen eines geplanten Resorts keine Warungs offen, nimm also Wasser mit.
Bukit MereseDer Hügel bei Tanjung Aan hat eine Aussicht über die Südküste, am besten zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Mit dem Roller sind es rund 15 Minuten von Kuta. Oft hängen Affen herum, die gern Wasserflaschen klauen. Parken und Eintritt kosten zusammen 10’000 IDR (rund 0.50 CHF).
Seger und Tanjung BongoSeger hat türkisfarbenes Wasser, der Eintritt beträgt 10’000 IDR (rund 0.50 CHF). Hier war 2026 der Hauptort des Festes Bau Nyale, mit dem Höhepunkt in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar. Dabei werden Seewürmer gefangen, das Fest erinnert an Prinzessin Mandalika. Den Termin legen Sasak-Älteste jedes Jahr nach ihrem Kalender fest, der Termin für 2027 steht noch nicht fest. Tanjung Bongo ist ruhig und kaum bebaut, mit einem natürlichen Pool. Der Eintritt für Roller beträgt 5’000 IDR (rund 0.25 CHF). Nambung und Batu Bereng an der Südküste sind lange, leere Strände mit kleinem Wasserfall, am besten bei Ebbe.
FledermaushöhleRund 10 Minuten von Kuta liegt eine Fledermaushöhle. Sie kostet 60’000 IDR (rund 2.80 CHF) pro Person, die Fledermäuse fliegen zum Sonnenuntergang aus. Am Eingang riecht es, sagen wir, intensiv.
Surfspots, die du nur per Boot erreichst.

Gerupuk ist ein Dorf an der Südküste, rund 20 Minuten östlich von Kuta mit dem Auto. Die Wellen in der Bucht erreichst du nur per Boot.
Die WellenInside ist eine Rechtswelle, die für viele Level funktioniert. Heute ist sie der Lernspot schlechthin und entsprechend voll, Surfcamps haben oft Vortritt. Outside ist wuchtiger und etwas für Erfahrene. Don Don braucht rund 1,5 Meter Welle oder mehr, ist selten voll und eher etwas für Fortgeschrittene.
Die beste Zeit ist März bis September mit sauberen Wellen. In der Regenzeit gibt es Regen, Schlamm und Müll im Wasser. Geschützte Spots wie Inside und Don Don haben fast immer eine brauchbare Welle.
Boot und KostenTaxiboote fahren von einer improvisierten Stelle gegenüber des Surfshops Banyu ab, rund 100’000 IDR (rund 4.65 CHF) pro Person für zwei Stunden. Nach Batu Payung fährt ein Boot ab Tanjung Aan für 50’000 IDR (rund 2.30 CHF) pro Person. Surfcamps organisieren den Transport meist selbst. Wer im Dorf schläft, ist früh und spät vor den Massen im Wasser.
Prüf den Wind: Batu Payung und die Bucht vertragen ihn schlecht. Für den Einstieg ist Selong Belanak die bessere Wahl.
Ein traditionelles Sasak-Dorf an der Strasse zum Süden.

Sade ist ein traditionelles Sasak-Dorf bei Rembitan in Südlombok, bekannt für Weberei. Es liegt zwischen dem Flughafen und Kuta. Die Sasak sind rund 85 Prozent der Bevölkerung Lomboks, die meisten sind Muslime. Dazu kommen die Wetu Telu, eine Glaubensrichtung, die es nur auf Lombok gibt. Sie beten dreimal statt fünfmal am Tag, vermischt mit Animismus und hindu-buddhistischen Einflüssen.
Das Dorf ist täglich von 7 bis 18 Uhr offen, der Eintritt läuft auf Spendenbasis.
Inzwischen ist das Dorf ziemlich touristisch. Wenn du Webkunst kaufen willst, gibt es auch Sukarara, ein Weberdorf bei Mataram.
Rosa Sand aus Korallenresten, je nach Licht und Gezeit.
Der Strand liegt im Südosten bei Sekaroh im Bezirk Jerowaru in Ostlombok. Der Sand ist rosa, weil sich Bruchstücke von roter Koralle mit dem weissen Sand mischen. Wie rosa er wirkt, hängt von Licht und Tageszeit ab. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist er am stärksten, bei Ebbe zeigt sich am meisten davon. Und manchmal wirkt er schlicht nicht pink, schraub die Erwartungen also etwas runter.
Von Mataram oder Senggigi bis zum Hafen Tanjung Luar sind es bis zu 2 Stunden auf teils holpriger Strasse, danach rund 30 Minuten mit einem lokalen Boot. Ab Kuta sind es 1 bis 1,5 Stunden. Es gibt auch Tagestouren, oft mit Schnorchelstopps bei vorgelagerten Inseln.
Rund 50’000 IDR (rund 2.30 CHF) pro Person, dazu Parkgebühren von 10’000 bis 25’000 IDR.
Das Wasser ist meist ruhig, die Einrichtungen sind einfach: kleine WCs und ein paar Warungs. Bring Trinkwasser und Bargeld mit, Karten werden selten akzeptiert. Schnorchelzeug gibt es bei lokalen Verleihern. Ein kurzer Aufstieg führt zu einem Aussichtspunkt. Die meisten bleiben einen halben bis ganzen Tag. Nimm weder Sand noch Korallen mit.
Die Trockenzeit von Mai bis September hat ruhigere See und klareren Himmel.
Hier liegt Senggigi, unsere erste Station. Von dort sind die Orte unten gut für Halbtagesausflüge.
Ein Tempel auf dem Felsen am Meer und Aussichtspunkte an der Küstenstrasse.

Der Hindu-Tempel Pura Batu Bolong steht südlich von Senggigi auf einem Felsen am Meer. Er ist täglich von 7 bis 19 Uhr offen, der Eintritt läuft auf Spendenbasis. Am schönsten ist er zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Vor dem Felsen kann man gut schnorcheln.
Die Küstenstrasse nach NordenNördlich von Senggigi liegen die Aussichtspunkte Malimbu und Malaka mit Parkplatz, ein guter Stopp auf dem Weg Richtung Bangsal. Noch weiter nördlich liegen ruhigere Strände wie Nipah, Pandanan und Setangi. Alle schauen nach Westen, du hast also Sonnenuntergang. Am schönsten ist eine Rollertour die Küste hinauf.
Baden und WasserfälleSchwimmen geht bei Ebbe nicht überall, und in Senggigi selbst gibt es gelegentlich Strömungen, auch beim Schnorcheln. Die Wasserfälle Tiu Pupus und Tiu Pituq bei Senggigi führen im Oktober oft kaum Wasser.
Hauptstadt, Wasserpalast und ein Tempel für zwei Glaubensrichtungen.

MataramMataram ist die Hauptstadt und grösste Stadt Lomboks mit rund 445’000 Einwohnern (Schätzung 2024). Von Senggigi sind es rund 13 Kilometer bis in die Stadt, bis zum Wasserpalast Mayura 17 Kilometer und 21 Minuten (ohne Stau).
MayuraDer Wasserpalast kostet 10’000 IDR (rund 0.50 CHF), täglich 7 bis 18 Uhr.
NarmadaDer Narmada-Park stammt von 1727. Er kostet 30’000 bis 50’000 IDR (rund 1.40 bis 2.30 CHF) und lohnt sich eher, wenn du länger als eine Woche auf der Insel bist. Ab Senggigi sind es rund 26 Kilometer und 26 Minuten, ab Kuta rund 42 Kilometer und 39 Minuten.
LingsarDer Tempel Pura Lingsar stammt von 1714 und wird von Hindus und Wetu-Telu-Gläubigen genutzt. Ab Senggigi sind es rund 22 Kilometer und 26 Minuten.
Töpfern und WebenBanyumulek ist ein Töpferdorf, Sukarara ein Weberdorf, rund 20 Minuten Fahrt voneinander entfernt. Beide sind gut für Souvenirs.
Die ruhigen Inseln im Südwesten, ohne Fähre.

Sekotong ist die Halbinsel im Südwesten Lomboks und für Tauchen bekannt. Vor der Küste liegen Gili Nanggu, Gili Sudak und Gili Kedis, oft Secret Gilis genannt. Fähren gibt es nicht, du kommst nur mit Privatboot oder gebuchter Tour hin.
Die drei InselnGili Sudak gilt als beste der drei zum Schnorcheln, mit bunten Fischen nahe am weissen Sandstrand. Auf Gili Nanggu gibt es ein kleines Fischerdorf mit ein paar Restaurants, und du kannst landeinwärts an den Häusern der Fischer vorbeigehen. Gili Kedis ist so klein, dass du sie in rund drei Minuten umrundest, mit weissem Sandstrand und lebendiger Unterwasserwelt.
Die Boote starten am Anleger in Sekotong. Bis in die Gegend von Sekotong sind es ab Mataram rund 36 Kilometer und 33 Minuten, ab Senggigi 49 Kilometer und 47 Minuten. Ab Kuta rund 2 Stunden mit dem Roller. Die Tagestour dauert gut 12 Stunden, die Boote müssen vor Sonnenuntergang zurück sein.
Eine Tagesfahrt zu allen drei Inseln mit Schnorchelzeug gab es zuletzt nach etwas Verhandeln ab rund 13 Euro. Verhandeln lohnt sich hier wirklich.
Die Gegend entwickelt sich schnell, gute Essensmöglichkeiten sind begrenzt.
Hier brauchst du Zeit oder einen Fahrer. Dafür gibt es Wasserfälle, Reisfelder und Vulkanblick statt Strandbar.
Zwei Wasserfälle am Fuss des Rinjani mit Wasser das ganze Jahr.

Senaru ist das Dorf im Norden, von dem aus viele den Rinjani angehen. Hier liegen auch zwei Wasserfälle. Sendang Gile ist der bekanntere, hier stürzt das Wasser rund 50 Meter in die Tiefe. Von Senaru läufst du etwa 20 Minuten durch tropischen Wald dorthin.
Tiu KelepTiu Kelep liegt 40 bis 60 Minuten oberhalb von Sendang Gile, mit steilem Aufstieg und Bachquerung. Unten wartet ein kühles Becken zum Baden. Hier ist ein Guide sinnvoll. Plan grosszügig, mit zwei Flussquerungen dauert es gern länger.
Eintritt und Zeiten20’000 bis 25’000 IDR (rund 1 bis 1.15 CHF), 7 bis 17 Uhr. Beide Fälle führen ganzjährig Wasser, anders als andere Wasserfälle in der Trockenzeit.
Ab Senggigi sind es rund 83 Kilometer und 71 Minuten, ab Kuta rund 132 Kilometer und 116 Minuten (ohne Stau). Ein Taxi oder Charter ab Westlombok kostet rund 300’000 bis 400’000 IDR (rund 14 bis 19 CHF). Öffentliche Busse fahren selten und ohne verlässlichen Fahrplan.
Informelle Guides können aufdringlich sein. Für Sendang Gile ist kein Guide Pflicht. Wenn du einen nimmst, vereinbare den Preis vorher und lass dir seine Erlaubnis (Izin) zeigen. Zum Vulkan findest du oben im Abschnitt Rinjani den aktuellen Stand.
Ein Hochtal am Fuss des Rinjani mit einem Hügel für den Sonnenaufgang.

Sembalun liegt in Ostlombok in einem Hochtal am Fuss des Rinjani. Über dem Dorf Sembalun Lawang erhebt sich der Hügel Bukit Pergasingan auf rund 1’700 Metern. Er gilt als deutlich leichtere Alternative zum Vulkan.
Die WanderungDer Aufstieg dauert je nach Tempo 2 bis 4 Stunden. Der Weg führt über Grashänge, Waldstücke und Felsen. Ein lokaler Guide ist empfehlenswert, Eintritt kostet es keinen. Für den Sonnenaufgang musst du sehr früh los oder oben campieren, frag vor Ort, wie das geregelt ist. Oben ist es kühl, pack eine Jacke ein.
Am besten in der Trockenzeit von April bis September. Nimm Wasser und Snacks mit und deinen Müll wieder mit hinunter, denn oben gibt es kaum Einrichtungen. Bei gutem Wetter fliegen manchmal Gleitschirme.
Ab Mataram sind es rund 86 Kilometer und 72 Minuten, ab Senggigi 101 Kilometer und 79 Minuten, ab Kuta 100 Kilometer und 87 Minuten (ohne Stau).
Zwei Wasserfälle am Südhang des Rinjani, die auch in der Trockenzeit Wasser führen.

Die beiden Wasserfälle liegen am Südhang des Rinjani. Sie führen auch in der Trockenzeit Wasser. Das ist nicht überall so: Tiu Pupus und Tiu Pituq bei Senggigi führen im Oktober oft kaum Wasser.
Ab Senggigi sind es 49 Kilometer und 54 Minuten, ab Kuta 52 Kilometer und 58 Minuten (ohne Stau).
Ein Fahrer für den Tag macht es einfach. Lass Wertsachen nicht im Auto. Den Eintritt zahlst du vor Ort. Wenn du im Hochsommer reist, plane eher diese beiden ein als die kleinen Fälle bei Senggigi.
Reisterrassen, kleine Wasserfälle und ein ruhiger Affenwald.

Tetebatu liegt in Ostlombok. Das Dorf hat Reisterrassen, Blick zum Rinjani und mehrere kleine Wasserfälle. Es wirkt ruhiger und weniger touristisch als Ubud auf Bali.
Der Tetebatu-Wasserfall kostet 20’000 IDR (rund 0.90 CHF). Der Weg führt durch Reisfelder und über einen Dschungelpfad mit Bambusstufen, der Fall selbst ist eher klein, der Weg dorthin die Hauptsache. Der Tibu Bunter kostet 25’000 IDR (rund 1.15 CHF), von Sarang Walet geht es rund 20 Minuten bergauf. Sonntags wird dort Canyoning angeboten. Sarang Walet gilt als touristisch, behalte dort deine Sachen bei dir, denn es gab Diebstähle. Der Affenwald kostet rund 30’000 IDR (rund 1.40 CHF) und ist morgens am ruhigsten. Pflicht ist ein Guide nirgends.
Ab dem Flughafen rechnest du realistisch mit rund 2 Stunden, ab Senggigi oder Kuta mit 2 bis 3. Das Navi verspricht weniger, glaub ihm nicht. Grab gibt es dort nicht, du brauchst einen Privattransfer oder einen Roller.
Plan mindestens zwei Tage ein. Ein E-Bike kostet rund 100’000 IDR (rund 4.65 CHF) pro Tag, fahr nicht im Dunkeln, die Strassen sind kaum beleuchtet. Die beste Zeit ist die Trockenzeit von Mai bis September.
Die Fotos in diesem Abschnitt stammen von Wikimedia Commons und stehen unter freien Lizenzen. Wo die Lizenz eine Nennung verlangt, steht sie hier:



Zwei Dinge, die dir bei der Planung der Ausflüge helfen.
In der Trockenzeit sind nicht alle Wasserfälle gleich eindrücklich. Tiu Pupus und Tiu Pituq bei Senggigi führen im Oktober oft kaum Wasser. Sendang Gile und Tiu Kelep haben ganzjährig Wasser, Benang Stokel und Benang Kelambu auch in der Trockenzeit. Wenn du im Hochsommer reist, plane deshalb eher die letzten beiden ein.
Bau Nyale ist ein Fest in Zentrallombok, bei dem Seewürmer gefangen werden. Es erinnert an Prinzessin Mandalika. Der Höhepunkt war 2026 in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar, mit dem Hauptort Pantai Seger bei Kuta. Den Termin legen Sasak-Älteste jedes Jahr nach ihrem Kalender fest. Der Termin für 2027 steht noch nicht fest.


Der Rinjani ist mit 3’726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens und das bekannteste Trekking-Ziel der Insel. Wir haben ihn nicht bestiegen. Wer es vorhat, sollte wissen, was sich 2026 alles geändert hat. Prüf Öffnung, Regeln und Preise kurz vor der Reise.
2026 war der Berg wegen extremer Wetterbedingungen ab dem 1. Januar gesperrt. Ende März beziehungsweise am 1. April öffnete er wieder. Prüf den Stand vor deiner Buchung. Die Nationalparkverwaltung hat die Sicherheitsregeln überarbeitet: Wandernde erhalten RFID-Armbänder und persönliche Beacons, mit denen ihre Position verfolgt wird.
Im Spätsommer kam eine neue Einschränkung dazu: Am 1. September folgte eine eingeschränkte Wiedereröffnung mit strengeren Kontrollen und Gepäckchecks wegen Waldbrandgefahr, die Online-Buchung über die App eRinjani war zu dem Zeitpunkt ausgesetzt. Am 22. September brach ein Waldbrand am Setampol-Hügel im Gebiet Torean aus, bis zum 29. September waren rund 1’098 Hektar betroffen. Die Route ab Senaru war gesperrt und wurde am Samstag, 3. Oktober 2026, wieder geöffnet. Damit sind fünf Rinjani-Routen wieder in Betrieb (Sembalun, Senaru, Timbanuh, Tetebatu und Aik Berik). Torean steht nicht in dieser Liste, frag dort vorher nach. Die Registrierung läuft online wieder über die App eRinjani.
Für Ausländer kostet der Park auf den Hauptrouten Sembalun, Senaru und Torean 250’000 IDR (rund 11.60 CHF), auf den Nebenrouten Timbanuh, Aik Berik und Tetebatu 200’000 IDR (rund 9.30 CHF).
Die Genehmigung (eRinjani) buchst du vorab über einen lizenzierten Anbieter, am Tor gibt es sie nicht. Für Juli und August am besten zwei bis drei Monate im Voraus, in der Nebensaison klappt es oft auch kurzfristig. Den Preis von 180 bis 250 US-Dollar für drei Tage gibt es oft, vergleiche aber, ob Parkgebühr, Genehmigung, Träger und Verpflegung wirklich drin sind.
Am beliebtesten sind drei Tage und zwei Nächte von Sembalun über den Gipfel und den Kratersee Segara Anak nach Senaru. Kürzer ist die Gipfelvariante ab Sembalun mit einer Übernachtung. Eine dritte Route endet in Torean und soll weniger überlaufen sein. Gruppentouren kosten 180 bis 250 US-Dollar pro Person (rund 150 bis 210 CHF) private Touren ab 210 US-Dollar (rund 175 CHF). Eingerechnet sind unter anderem Genehmigungen, Guide, Träger, Camping und Verpflegung.
Januar bis März meidest du besser.
Frag den Anbieter nach Gruppengrösse, Ausbildung der Guides in Erster Hilfe, Notfallplan und Ausrüstung. Prüfe, ob deine Reiseversicherung Bergungskosten in dieser Höhe abdeckt, unsere Hinweise findest du im Beitrag zur Auslandskrankenversicherung. Die Pakete enthalten Guide und Träger. Ob du überhaupt ohne gehen darfst, klärst du am besten direkt beim Nationalpark.



Von Lombok aus erreichst du die Gilis vom Hafen Bangsal. Auf Gili Air waren wir zwei Wochen.
Das öffentliche Boot fährt in rund 15 bis 25 Minuten nach Gili Air. Die Preise schwanken zwischen 8’000 und 50’000 IDR (rund 0.40 bis 2.30 CHF), am Hafenschalter siehst du den aktuellen Tarif. Schnellboote kosten rund 25 bis 45 US-Dollar. Das öffentliche Boot fährt oft erst, wenn genug Passagiere an Bord sind. Abfahrten ändern sich mit Wetter und Saison.
Zu Gili Air haben wir einen eigenen Guide mit Karte, Schnorcheln, Kosten und unseren Erlebnissen. Darin steht auch, wie sich Gili Air, Gili Trawangan und Gili Meno unterscheiden.
So sind wir in die Weltreise gestartet. Mit echten Nächten und echten Preisen, falls du die Strecke nachreisen willst.
Du fliegst direkt oder kommst von Bali mit Fähre, Schnellboot oder Kurzflug.
Der Lombok International Airport (LOP) liegt in Zentrallombok bei Tanak Awu, nicht weit von Praya, und wurde im Oktober 2011 eröffnet. Direkt fliegen Scoot ab Singapur (seit Juni 2026 zehnmal pro Woche) sowie AirAsia und Lion Air ab Kuala Lumpur. Von Bali fliegen Wings Air und TransNusa direkt nach Lombok, zusammen rund zehn Flüge pro Tag, die reine Flugzeit beträgt etwa 40 bis 45 Minuten. Preise schwanken stark; vergleiche die Anbieter für dein Datum.
Ab dem Flughafen sind es nach Kuta rund 25 Kilometer und etwa 30 bis 45 Minuten, nach Senggigi rund 38 Kilometer und etwa 45 bis 60 Minuten, nach Mataram rund 28 Kilometer und 30 bis 40 Minuten. Für Senggigi zahlst du rund 130’000 bis 250’000 IDR (rund 6 bis 12 CHF) für Grab oder Taxi. Am Terminal gibt es zudem einen offiziellen Taxischalter mit festen Preisen.
Die langsame Fähre fährt von Padang Bai (Bali) nach Lembar (Lombok) und braucht im Schnitt rund 4,5 Stunden, bei Wetter oder Hafenstau auch länger. Der Fussgängertarif der Betreiberin ASDP lag Ende 2025 bei 65’300 IDR (rund 3 CHF). Tickets gibt es seit 2024 nur noch online über die Ferizy-App oder -Website, halte beim Check-in deinen Pass bereit. Die Fähren fahren rund um die Uhr, nach dem Fahrplan vom Juli 2026 gab es mindestens 13 Abfahrten pro Tag, die erste um 6:30 Uhr. Der Fahrplan kann sich jederzeit ändern. Die Klimaanlage an Bord ist eiskalt, nimm einen Pulli mit. Nach etwa einer Stunde wird es oft ruppig, bei schlechtem Wetter wartest du besser einen Tag.
Von Lembar zur Unterkunft zahlst du für ein Mototaxi rund 100’000 bis 150’000 IDR (rund 5 bis 7 CHF), für ein Auto bis etwa 400’000 IDR (rund 19 CHF). Verhandle vor der Fahrt, und lauf ein Stück vom Terminal weg, dann wird der Preis besser. Schnellboote fahren ab Padang Bai nach Bangsal, je nach Anbieter ab rund 14 Euro. Für die Überfahrt zu den Gilis zahlst du rund 350’000 bis 600’000 IDR (rund 16 bis 28 CHF).
Es fahren auch Schnellboote von Padang Bai direkt nach Senggigi. Die Fahrt dauert je nach Anbieter rund 1:15 bis 2:45 Stunden und kostet ab etwa 17 bis 21 Euro. Je nach Anbieter fahren sie täglich oder nur an drei Tagen pro Woche. Wenn du als ausländische Touristin oder Tourist nach Bali einreist, fällt dort eine Touristenabgabe von 150’000 IDR (rund 7 CHF) pro Person an, einmal pro Besuch, zahlbar vorab auf lovebali.baliprov.go.id.
Fahrpläne und Preise ändern sich, prüf sie vor der Abreise.


Lombok ist gross und die Wege sind lang. Ohne Roller oder Fahrer kommst du im Süden kaum an die schönen Strände.
Wir hatten auf Lombok die ganze Zeit einen Roller, in Kuta für 3 CHF am Tag, organisiert von unserem Gastgeber. Damit sind wir überall hingekommen: zu den Monkey Hills, nach Mataram und in die Buchten im Süden. Ein Automatikroller mit 110 bis 125 ccm kostet rund 60’000 bis 80’000 IDR pro Tag (rund 3 bis 4 CHF), bei Wochenmiete günstiger. Über die Unterkunft gemietet zahlst du eher 70’000 bis 100’000 IDR. Du brauchst einen internationalen Führerschein mit Motorradberechtigung. Ohne Lizenz liegt die Strafe bei etwa 250’000 IDR (rund 12 CHF). In Indonesien herrscht Linksverkehr. Helm auf, und schau vorher nach, ob deine Reiseversicherung Rollerunfälle überhaupt abdeckt.
Grab ist in Mataram und am Flughafen meist schnell verfügbar, in Senggigi unbeständig, in Kuta und im Süden kaum. Bemos kosten 5’000 bis 15’000 IDR, haben keinen Fahrplan und fahren ab, wenn sie voll sind; am besten klappt es zwischen 7 und 12 Uhr. Ein Privatfahrer für einen ganzen Tag kostet rund 500’000 bis 700’000 IDR inklusive Benzin (rund 23 bis 33 CHF). Weitere Tipps zu Verkehrsmitteln findest du in unserem Transport-Beitrag.
Lombok ist günstig. Unsere Unterkünfte kosteten zusammen 243 CHF für 17 Nächte, also rund 14 CHF pro Nacht zu zweit. Dazu der Roller für 3 CHF am Tag und Essen im Warung für wenige Franken. Hier die übrigen Preise, die du kennen solltest. Kurs: 1 CHF entspricht rund 21’500 IDR.
| Ausgabe | Einordnung | Richtwert |
|---|---|---|
| Visum bei Ankunft | 30 Tage, aktuell gültige Gebühr | 500’000 IDR (rund 23 CHF) |
| Langsame Fähre Padang Bai nach Lembar | Pro Person, Tarif Ende 2025 | rund 65’000 IDR (rund 3 CHF) |
| Lembar zur Unterkunft | Mototaxi oder Auto | 100’000 bis 150’000 IDR oder rund 400’000 IDR (5 bis 7 CHF oder 19 CHF) |
| Flughafen nach Senggigi | Grab oder Taxi | rund 130’000 bis 250’000 IDR (rund 6 bis 12 CHF) |
| Roller | Pro Tag | 60’000 bis 80’000 IDR (rund 3 bis 4 CHF) |
| Privatfahrer | Ganzer Tag inklusive Benzin | 500’000 bis 700’000 IDR (rund 23 bis 33 CHF) |
| Bemo | Kurze bis mittlere Strecke | 5’000 bis 15’000 IDR (unter 1 CHF) |
| Öffentliches Boot Bangsal nach Gili Air | Pro Person | Richtwert 15’000 bis 25’000 IDR (rund 0.70 bis 1.15 CHF) |
| Rinjani, drei Tage in der Gruppe | Gruppentour mit Guide und Trägern | 180 bis 250 USD (rund 150 bis 210 CHF) |
Zum Visum: Im August 2026 wurden höhere Gebühren angekündigt, 750’000 IDR online und 1’000’000 IDR bei Ankunft. Bis Anfang Oktober war das noch nicht in Kraft. Schau den aktuellen Betrag im offiziellen e-Visa-Portal. Zu Unterkunft und Essen findest du unten, was wir bezahlt haben.



In Senggigi haben wir im Senggigi Cottages gewohnt, und da hat einfach alles gepasst. Der Besitzer hat uns bei der Ankunft alles Wichtige gezeigt und war unglaublich gastfreundlich. Das Zimmer: einfach, mit Klimaanlage, Fernseher und Minibar. Preis-Leistung top. Senggigi zieht sich der Küste entlang. Wie weit du zu Strand, Restaurants und Tempel läufst, hängt also stark davon ab, wo genau du schläfst. Schau vor dem Buchen auf die Karte. Preis: 102 CHF für 7 Nächte, das sind rund 14.60 CHF pro Nacht (Sommer 2026).

Das Fullmoon Homestay in Kuta war das Gegenteil: sehr basic. Der grösste Luxus war die Klimaanlage. Den Boden mussten wir erst einmal selbst richtig putzen, warmes Wasser gab es keins, einen Kühlschrank auch nicht, und aus dem Bad roch es fürchterlich. Warum wir trotzdem zehn Nächte geblieben sind? Die Lage abseits war für uns perfekt, weil uns der Gastgeber einen Roller für 3 CHF am Tag besorgt hat. Dazu super herzige Katzen und ab und zu ein paar Affen, die Radau machen. Preis: 141 CHF für 10 Nächte, das sind rund 14.10 CHF pro Nacht (Sommer 2026).
Die Preise sind das, was wir im Juli und August 2026 tatsächlich bezahlt haben. Wie wir Unterkünfte suchen und bewerten, steht in unserem Beitrag zu Unterkünften.



Meistens haben wir in kleinen Lokalen gegessen. Preise und Öffnungszeiten ändern sich dauernd, deshalb gibts hier keine Speisekarten, nur das, was bei uns auf dem Teller lag.
Zum Abendessen gab es Nasi Goreng mit Spiegelei und Satay mit Reis. Im Warung SHS steht als Motto auf der Karte: «Taste never lie». Über die Grammatik reden wir nicht. Nasi Goreng und Satay gehen immer, falls du die Karte nicht kennst.
In Kuta haben wir im Boom Burger einen Burger gegessen, im Luis Warung hat uns eine orange Katze adoptiert: Sie sprang einfach hoch, rollte sich auf uns zusammen und schlief ein. Zum Frühstück gab es Omelett mit Banane.
| Gericht | Was es ist |
|---|---|
| Ayam Taliwang | Gegrilltes junges Huhn mit Chili, Zwiebeln und Garnelenpaste, scharf mit einer Spur Süsse. Stammt aus Taliwang bei Mataram. |
| Plecing Kangkung | Wasserspinat mit Sprossen, Kokosraspeln und Tomaten-Sambal. Die klassische Beilage zu gegrilltem Fleisch und Fisch. |
| Nasi Balap Puyung | Reis mit scharf gewürztem Hühnerfleisch, Sambal, Kokos und frittierten Sojabohnen. Günstig und beliebt zum Frühstück. |
| Sate Bulayak | Rindsspiesse mit dicker Erdnuss-Kokos-Sauce und Reiskuchen in Palmblättern. |
| Sate Rembiga | Rindsspiesse mit würziger Erdnusssauce, benannt nach dem Stadtteil Rembiga bei Mataram. |
| Sayur Ares | Gemüse aus dem Kern junger Bananenstämme in roter, gewürzter Kokosmilch, oft bei Sasak-Festen serviert. |
| Beberuk Terung | Salatartiger Sambal aus rohen Auberginen, langen Bohnen und Tomaten. Passt zu Fisch und Huhn. |
Typisch ist die Schärfe. Wenn du es milder magst, bestell tidak pedas.









Die Werte gelten für Mataram an der Westküste, im Süden kann es etwas anders sein.
| Zeitraum | Wetter und Reisealltag | Einordnung |
|---|---|---|
| Mitte April bis Oktober | Trockenere Zeit. Der August ist mit rund 31 Millimetern Regen der trockenste Monat. | Die beste Reisezeit. Juni bis September ist Hochsaison, dann ist mit höheren Preisen zu rechnen. |
| November bis April | Regenzeit. Dezember bis Februar sind am nassesten, der Dezember bringt rund 248 Millimeter. Der Regen fällt meist in kurzen, heftigen Güssen von 30 bis 90 Minuten. | Mehr Flexibilität einplanen. Den Rinjani meidest du von Januar bis März besser; 2026 war der Berg ab dem 1. Januar gesperrt und öffnete Ende März beziehungsweise am 1. April wieder. |
| Das ganze Jahr | Tagsüber meist 30 bis 32 Grad, nachts 20 bis 23 Grad, das Meer 27 bis 30 Grad. | Baden ist fast immer möglich. |
| Ramadan 2027 | Voraussichtlich vom 8. Februar bis 8. März, Eid al-Fitr am 9. März. Der Beginn hängt von der Mondsichtung ab. | Lombok ist mehrheitlich muslimisch; Öffnungszeiten und Stimmung können sich verändern. |
Wir waren im Juli und August da. Mehr zu Südostasien findest du in unserem Beitrag zur besten Reisezeit.



Am einfachsten via Singapur: Von dort fliegt Scoot direkt nach Lombok. Oder du fliegst nach Bali, 17 bis 22 Stunden ab Zürich mit einem Umstieg, und nimmst Fähre, Schnellboot oder Kurzflug. Hin und zurück nach Bali kostet meist 650 bis 900 CHF.
Du brauchst den internationalen Führerausweis vom Strassenverkehrsamt deines Kantons, je nach Kanton 20 bis 50 CHF und drei Jahre gültig, immer zusammen mit dem Schweizer Ausweis. Steht keine Motorrad-Kategorie drin, zahlt nach einem Unfall keine Versicherung. Der Vermieter fragt selten danach, die Versicherung schon.
Die Grundversicherung zahlt Notfälle im Ausland höchstens bis zum doppelten Betrag, den die Behandlung in der Schweiz kosten würde. Einen Rücktransport zahlt sie nicht. Was du stattdessen brauchst, steht bei der Auslandskrankenversicherung.
Indonesische Automaten verlangen pro Abhebung eine Gebühr, bei uns 50’000 bis 75’000 IDR, also 2.30 bis 3.50 CHF. Dazu kommt die Gebühr deiner Bank. Welche Karten sich für Schweizer lohnen: Kreditkarten & Finanzen.
Das Visum bei Ankunft gilt 30 Tage und lässt sich einmal um 30 Tage verlängern. Du startest online im e-Visa-Portal und musst danach für die Fingerabdrücke persönlich aufs Immigration Office. Fang 7 bis 14 Tage vor Ablauf an, jeder Tag zu viel kostet 1’000’000 IDR. Ohne Rückflug brauchst du ein Weiterreiseticket.
Registrier deine Reise in der App Travel Admin des EDA, dann weiss die Schweiz im Notfall, dass du hier bist. Und was wir für die Weltreise eingepackt haben, steht in unserer Packliste, auch als PDF.
Die Fragen, die wir uns vor der Reise gestellt haben. Mit den Antworten, die wir damals gern gehabt hätten.
Für Schweizer Reisende ist in der Regel ein Visa on Arrival für 30 Tage möglich, das einmal verlängert werden kann. Der Pass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Schau Visumtyp, Preis und Voraussetzungen kurz vor der Reise im offiziellen e-Visa-Portal; Regeln und Gebühren können sich ändern.
Zur Vorbereitung gehören auch ein Rück- oder Weiterreiseticket und die digitale All Indonesia Arrival Card, die kostenlos ist und die du bis zu 72 Stunden vor der Einreise ausfüllst. Wenn du ohne festen Rückflug reist, hilft dir unser Beitrag zum Weiterreiseticket. Für Schweizer Sicherheitsinformationen gibt es die Reisehinweise des EDA.
Laut dem Reisemedizin-Portal der Universität Zürich kommt Malaria in den touristisch besuchten Regionen nur selten vor, Medikamente muss man nicht mitnehmen, Mückenschutz bleibt trotzdem wichtig. Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Empfohlen werden die Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan sowie Hepatitis A und B. Eine Typhus-Impfung wird erst bei Aufenthalten ab einem Monat empfohlen.
Das ist Information und keine Beratung. Sprich die Impfungen rechtzeitig mit einer Reisemedizin ab; mehr dazu in unserem Beitrag zu Gesundheit und Impfungen.
Dengue ist weit verbreitet, besonders in grösseren Orten. Empfohlen werden helle, imprägnierte Kleidung, Repellents mit mindestens 30 Prozent DEET und nachts ein Moskitonetz oder eine laufende Klimaanlage. In Indonesien kommt es zu vielen Tollwutfällen beim Menschen, übertragen durch Bisse von Strassenhunden, aber auch von Katzen, Fledermäusen und Affen. Nach einem Biss soll man die Wunde 10 bis 15 Minuten mit Wasser und Seife reinigen und sofort ins Spital gehen. Die Impfung wird generell empfohlen, ob sie für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Reisestil ab.
Die Insel liegt in einer erdbebengefährdeten Region; Im Sommer 2018 erschütterten mehrere schwere Beben die Insel, über 550 Menschen kamen ums Leben. Frag in deiner Unterkunft, was bei einem Beben zu tun ist. Auf Strassen sind Rollerunfälle ein reales Risiko, an Surfstränden Strömung und starke Wellen. Aktuelle Warnungen findest du bei den Reisehinweisen des EDA. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport hilft im Ernstfall: unser Beitrag dazu.
Lombok ist mehrheitlich muslimisch, auf Bali ist die Mehrheit hinduistisch. Du hörst in vielen Orten morgens den Ruf des Muezzins. Bedecke bei Moscheen und in kleineren Dörfern Schultern und Knie. Im Westen gibt es zudem hinduistische Tempel, etwa den Pura Batu Bolong in Senggigi. Mehr zu Bali findest du in unserem Bali-Guide.
Die typischen Ärgernisse sind eher Kleinkram: überhöhte Taxipreise, inoffizielle Guides, Gebühren für Strandliegen und Taschendiebe auf Märkten. Frag den Preis vorher, achte bei Taxis auf das Taxameter, fahre nachts im Süden nicht Roller und beachte Warnflaggen und Strömung am Strand. Der allgemeine Notruf in Indonesien ist 112, die Polizei erreichst du auch unter 110, die Ambulanz unter 118 oder 119 und die Feuerwehr unter 113.
Kann sein. Der Ruf kommt über Lautsprecher, auch ganz früh am Morgen. Schau bei der Unterkunftssuche auf der Karte, ob eine Moschee gleich nebenan steht.
Eine lokale SIM oder eSIM ist hilfreich für Fahrten mit Grab, Navigation und Buchungen. Tipps zu Anbietern und Preisen findest du in unserem SIM-Karten-Guide.
Mit etwas Planung ja. Ruhige Buchten wie Selong Belanak oder die Ränder von Mawun eignen sich zum Baden, an den Surfstränden ist die Strömung zu stark. Weil du für fast alles einen fahrbaren Untersatz brauchst, ist ein Fahrer mit Auto für Familien die entspanntere Wahl. Ausserhalb von Mataram ist die medizinische Versorgung einfach.
Wenig, und das gehört zum Charme. In Kuta und Senggigi gibt es ein paar Bars und Strandlokale. Wer richtig feiern will, fährt nach Gili Trawangan.
Praktisch alle Veranstalter verkaufen Pakete mit Guide, Trägern und Genehmigungen. Frag vor der Buchung beim Nationalpark oder beim Anbieter nach den aktuellen Regeln. Mehr dazu im Abschnitt Rinjani.
Auf Lombok brauchst du Roller oder Fahrer, dafür findest du viele ruhige Strände. Auf den Gili-Inseln sind Autos und Motorräder verboten, die Wege sind kurz. Beides lässt sich kombinieren: Bangsal ist der Hafen für die Überfahrt. Mehr in unserem Gili-Air-Guide.
Zurück nach Bali fährst du mit der Fähre ab Lembar, mit dem Schnellboot oder mit dem Flugzeug. Wenn du von Lombok international weiterfliegst, plane zwischen Fähre oder Boot und Abflug eine zusätzliche Nacht ein. Mehr zu Indonesien insgesamt: unser Indonesien-Guide.
Wir waren in Senggigi gut eine Woche und in Kuta noch etwas länger. Hast du nur eine Woche, bleib an einem Ort. Zwischen Senggigi und Kuta liegen rund 65 Kilometer, mit dem Auto etwa anderthalb Stunden. Mehr dazu im Abschnitt Senggigi oder Kuta.
Ja, in den Touristenorten servieren viele Restaurants und Bars Alkohol. Selbstverständlich ist das auf einer mehrheitlich muslimischen Insel aber nicht, nimm Rücksicht auf die lokalen Gepflogenheiten. Gerade im Ramadan und in kleinen Dörfern ist Zurückhaltung angebracht.
Zwischen 45’000 und 100’000 IDR pro Tag (rund 2 bis 4.60 CHF), je nach Verleiher und Modell. Check vor der Miete Bremsen, Licht und Reifen, fotografier die Kratzer und fahr nachts nur, wenn es sein muss. Viele Strassen sind dunkel.
Teilweise. Tiu Pupus und Tiu Pituq haben im Oktober oft kaum Wasser. Sendang Gile und Tiu Kelep führen ganzjährig Wasser, Benang Stokel und Benang Kelambu auch in der Trockenzeit. Mehr dazu im Abschnitt Ausflüge.


Was uns gestört hat: Müll. Nicht an einer bestimmten Stelle, sondern einfach überall: an Baustellen, in Schluchten, direkt neben den Wegen. Der schnelle Umbau durch das Mandalika-Projekt bedeutet dort viel Staub und Bauschutt.
Trotzdem waren wir gern da: die Aussicht von den Hügeln, die Sonnenuntergänge in Senggigi und Kuta, und die Katze im Warung, die einfach auf uns eingeschlafen ist.
So war es bei uns: Wir waren im Sommer 2026 auf Lombok, in Senggigi im Senggigi Cottages und in Kuta im Fullmoon Homestay. Dazu zwei Wochen auf Gili Air. Auf den Rinjani sind wir nicht gestiegen.
Letzte Überarbeitung: 11. Oktober 2026. Preise ändern sich, Einreiseregeln auch. Fehler entdeckt? Schreib uns.
Die Fotos im Abschnitt Ganz Lombok stammen von Wikimedia Commons, Urheber und Lizenzen stehen dort unter Bildnachweise. Alle anderen Fotos haben wir selbst aufgenommen. Die Karte nutzt Kartendaten von OpenStreetMap-Mitwirkenden (ODbL). Die Flaggen-Symbole sind Twemoji von Twitter/X und Mitwirkenden (CC BY 4.0).