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Technik Setup für die Weltreise – Kamera, Laptop, Smartphone
📱 Schritt 10 von 11

Technik auf Reisen –
unser komplettes Setup

11 Min. Lesezeit Fabienne & Marc Mai 2026 🇨🇭 Schweizer Perspektive
2.3 kg
unser komplettes Tech-Gewicht
3 Geräte
Kern-Setup
99%
WLAN-Verfügbarkeit in Hostels SEA

Technik auf Weltreise ist eine der häufigsten Fragen, die wir bekommen. Was nehmt ihr mit? Welche Kamera? Welcher Laptop? Und wie bleibt ihr überall online? Die ehrliche Antwort: weniger als ihr denkt – aber das Richtige.

Wir haben uns über Monate damit auseinandergesetzt, was wirklich notwendig ist und was nur Ballast wäre. Hier ist unser komplettes Setup – mit konkreten Geräteempfehlungen, Preisen und unseren persönlichen Entscheidungen dahinter.

Das Smartphone – Herzstück der Reise

Das Smartphone ist das wichtigste Gerät auf jeder Weltreise. Es ist gleichzeitig Kamera, Navigationsgerät, Bankterminal, Kommunikationszentrale und Ticket-Wallet. Wer hier spart oder ein veraltetes Gerät mitnimmt, bereut es schnell.

Empfehlung: iPhone oder Google Pixel. Beide bieten die besten Kamerasysteme, lange Software-Update-Unterstützung und solide Sicherheitsfeatures. Ein Android-Mittelklassegerät kann funktionieren, hat aber oft schlechtere Kamera-Software und kürzere Update-Zyklen.

🛡️
Display-Schutz + robuste Hülle zwingend
Töff-Fahrten, Strand, Regen – das Smartphone überlebt die Reise nur mit gutem Schutz. Eine gehärtete Displayschutzfolie und eine sturzsichere Hülle sind kein Luxus, sondern Pflicht. Kosten: 20–40 CHF. Ersparnis gegenüber Bildschirmreparatur im Ausland: erheblich.

Beim Kauf oder beim Check eures aktuellen Geräts auf zwei Dinge achten:

Kamera – wieviel braucht ihr wirklich?

Das ist die Frage, die wir am häufigsten gestellt bekommen. Und die ehrliche Antwort ist: das kommt komplett darauf an, was ihr mit den Bildern machen wollt.

Unsere Empfehlung
Spiegellose (Mirrorless)
Sony A7C, Fuji X-S20 und ähnliche
  • Beste Bildqualität – auch bei wenig Licht
  • Leicht für Vollformat oder APS-C
  • Gute Video-Qualität für Blog & Social
  • Wechselbare Objektive
  • Teuer (1'200–2'500 CHF+)
  • Klau-attraktiv – fällt auf
  • Mehr Gewicht als Kompakt
Ideal wenn Fotografie/Video ein Schwerpunkt der Reise ist.
Kompaktkamera
Sony RX100, Ricoh GR und ähnliche
  • Sehr leicht und unauffällig
  • Immer dabei – passt in jede Tasche
  • Bildqualität gut für Web & Social
  • Günstiger in der Anschaffung
  • Weniger Kontrolle über Bildgestaltung
  • Video meist weniger gut als Mirrorless
  • Keine Wechselobjektive
Perfekt für unkompliziertes Reisen mit gutem Bildresultat.
Kamera Typ Gewicht Preis Unser Urteil
Fujifilm X-S20 Mirrorless APS-C 491 g ca. 1'400 CHF Unsere Wahl – Kompromiss
Sony A7C II Vollformat 514 g ca. 2'500 CHF Overkill für Blog/Social
Sony RX100 VII Kompakt 302 g ca. 1'100 CHF Ideal für unauffälliges Reisen
GoPro Hero 12 Action 154 g ca. 350 CHF Pflicht für Wassersport
Smartphone (iPhone 15) 171 g Immer dabei, immer gut
⚠️
Drohne – Einfuhrverbote in vielen SEA-Ländern
Kambodscha, Thailand, Vietnam, Indonesien: Drohnen unterliegen teils strengen Einschränkungen und Registrierungspflichten. In einigen Ländern sind sie an touristischen Orten ganz verboten. Wer eine Drohne mitnimmt, muss die Vorschriften pro Land einzeln prüfen – vor der Abreise, nicht erst vor Ort.

Laptop oder iPad?

Auch hier gibt es keine universelle Antwort. Entscheidend ist, was ihr unterwegs wirklich tut: Bloggen, Fotos bearbeiten, Remote-Arbeit – oder hauptsächlich konsumieren und Social Media pflegen?

Marcs Wahl
MacBook Air M2/M3
Leichtestes vollwertiges Laptop
  • Leicht (1.24 kg), dünnes Profil
  • Langer Akku – oft ganzer Tag ohne Steckdose
  • Für Blogging & Foto-Bearbeitung ideal
  • Lightroom, Final Cut, Vollbrowser
  • Vollwertiges Betriebssystem
  • Teuer (ca. 1'300–1'600 CHF)
  • Klau-attraktiv im Hostel
Richtig für alle, die ernsthaft bloggen oder remote arbeiten.
iPad Pro + Tastatur
Ultraleicht, Touch-first
  • Sehr leicht, dünner als Laptop
  • Instagram & TikTok-Editing perfekt
  • Lightroom Mobile möglich
  • Langer Akku
  • Kein vollwertiger Ersatz für Laptop
  • Browser-Einschränkungen bei manchen Diensten
  • Mit Tastatur ähnlich teuer wie Laptop
Gut wenn Social Media im Vordergrund steht.

Marc bloggt mit dem MacBook Air M2, ich (Fabienne) editiere TikToks hauptsächlich auf dem iPhone. Nur ein Gerät mitbringen ist realistisch – wählt das, was ihr wirklich braucht.

— Fabienne

Internet & SIM-Karten-Strategie

In Südostasien seid ihr fast überall gut versorgt – die Frage ist nur, wie günstig und bequem. Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze, die sich gut ergänzen.

Günstigste Option
Lokale SIM
Beim Anbieter vor Ort kaufen
  • Günstig – oft 1–5 USD/Woche
  • Viel Datenvolumen (20–50 GB)
  • Sehr gute Netzabdeckung
  • Einfach am Flughafen erhältlich
  • Wechsel bei Länderwechsel nötig
  • SIM-Slot belegt (kein Dual-SIM ohne eSIM)
Standard-Lösung für alles ausser Grenzübergänge.
eSIM
Airalo, Holafly und ähnliche
  • Sofort aktivierbar – noch vor Ankunft
  • Kein SIM-Karten-Tausch nötig
  • Mehrere Profile parallel möglich
  • Teurer als lokale SIM
  • Smartphone muss eSIM-fähig sein
  • Nicht alle Anbieter überall verfügbar
Ideal für Ankunftstag und Grenzübergänge.
Land Lokale SIM Preis Daten Empfehlung
Thailand DTAC / True ca. 8 USD/Monat 30 GB Lokal kaufen
Vietnam Viettel ca. 5 USD/Monat 30 GB Lokal kaufen
Japan IIJmio ca. 15 USD/Monat 15 GB eSIM (Airalo) leichter
Indonesien Telkomsel ca. 8 USD/Monat 30 GB Lokal kaufen
Malaysia Maxis ca. 10 USD/Monat 30 GB Lokal kaufen
💡
Airalo eSIM: perfekt für den Ankunftstag
Eine Airalo-eSIM lässt sich vor der Abreise kaufen und sofort nach Landung aktivieren – noch bevor ihr zum SIM-Karten-Stand am Flughafen kommt. Ideal für die ersten Stunden in einem neuen Land. Danach lohnt es sich fast immer, auf eine lokale SIM zu wechseln.

Strom & Adapter

Südostasien ist bei Steckdosen eine bunte Mischung: Typ A (flache US-Stecker), Typ C (europäische Rundstecker) und Typ G (britischer Stecker, z.B. Malaysia und Singapur) wechseln sich je nach Land und Hotel ab. Ein Universaladapter löst das Problem auf einen Schlag.

PD-Charger: schnelles Laden ohne Umweg
Ein Power Delivery (PD) Charger mit 65W lädt iPhone, MacBook Air und iPad schnell auf – ein einziger Charger genügt für alle Geräte. Achtet auf GaN-Technologie: kleiner, leichter, weniger Wärme. Kosten ca. 30–50 CHF. Absolut lohnenswert.

Datensicherung & Cloud

Nichts ist schlimmer als verlorene Reisefotos. Deshalb: Backup-Strategie von Anfang an einrichten – und automatisieren, sodass ihr nicht daran denken müsst.

🔑
Passwort-Manager vor der Abreise einrichten
Nicht vergessen: Alle Passwörter in den Passwort-Manager übertragen bevor ihr abreist. Im Ausland ein gesperrtes Konto wieder zu entsperren, ohne Zugriff auf eure Schweizer Handynummer, ist eine echte Qual. Das kostet Zeit, Nerven und manchmal Geld für Notfallanrufe.

VPN – sinnvoll?

Kurze Antwort: ja, für die meisten Langzeitreisenden. Ein VPN ist kein Muss, aber es löst zwei konkrete Probleme, die früher oder später auftreten.

🌐
Internetzensur in Südostasien
In einigen SEA-Ländern (Thailand begrenzt, Vietnam stärker) ist der Internetzugang eingeschränkt. Bestimmte Websites und Dienste können blockiert sein. Ein VPN hilft – kauft es aber vor der Einreise, denn in manchen Ländern sind VPN-Anbieter-Websites selbst geblockt.

Checkliste Technik

Häufige Fragen

F+M
Fabienne & Marc
WirWeitWeg · Solothurn, Schweiz
Wir sind ein Paar aus Solothurn, das am 30. Juni 2026 zu einer Open-End-Weltreise aufbricht. Unser Tech-Setup haben wir über Monate getestet und optimiert – und teilen hier ehrlich, was wirklich funktioniert und was überflüssig ist.