Sonnenuntergang am Strand
Der erste Sonnenuntergang unserer Weltreise: Füsse im Sand, ein kaltes Bintang in der Hand. Danach kamen wir noch viermal wieder.

Hier hat unsere Weltreise angefangen. Die erste Station von sehr vielen. Laut, eng, voller Roller und irgendwie genau richtig.
Guide entdeckenWarum Bali? Wir haben geschaut, wo zum Start der Weltreise das Wetter am besten ist, und landeten bei Indonesien. Direkt auf eine Insel im Nirgendwo wollten wir aber nicht. Also Bali, mit grossem Flughafen und Booten in alle Richtungen. Unser Bali war Kuta: zweimal ein paar Tage, dazwischen Padang Bai, wo die Boote zu den Gilis ablegen, und ein Vormittag in Sanur.
Ubud, Canggu, Uluwatu, den Osten, den Norden und die Nusa-Inseln kennen wir nicht aus eigener Erfahrung. Wir haben uns aber gründlich schlau gemacht, damit du die ganze Insel auf einer Seite hast und weisst, wo es sich für dich lohnt.
Wir hatten kein grosses Programm. Hängen geblieben sind uns die Abende am Strand.



Der erste Sonnenuntergang unserer Weltreise: Füsse im Sand, ein kaltes Bintang in der Hand. Danach kamen wir noch viermal wieder.
Hier legen die Boote nach Lombok und zu den Gilis ab. Für uns war es das Tor nach Gili Air. Neben dem Anleger liegen bunte Auslegerboote im Sand.
Ein Vormittag, ein Einkaufszentrum, eine Terrasse mit Meerblick. Mehr Sanur hatten wir nicht, aber der Blick war gut.
Die zwei bekanntesten Strandorte im Süden. Und sie könnten kaum verschiedener sein.
Kuta liegt gleich neben dem Flughafen und war einmal ein Fischerdorf. Heute ist es einer der lautesten Orte der Insel: Surfer am Strand, Roller in den Gassen, Kabelsalat über dem Kopf. Dafür heisst der Strand nicht umsonst Sunset Beach.
Sanur liegt an der Südostküste, rund 30 Autominuten vom Flughafen. Hier heisst der Strand Sunrise Beach, und Sanur war der erste Badeort der Insel, noch vor Kuta. Ruhiger, älter, eher etwas für Frühaufsteher.
Willst du Sonnenuntergang und Trubel, nimm Kuta. Willst du Sonnenaufgang und Ruhe, nimm Sanur. Wir waren klar Team Sonnenuntergang.
Fünf Orte, an denen wir wirklich waren.
Die Sonne geht hier über dem offenen Meer unter.

2,5 Kilometer Sand, Surfer im Wasser, Schirme am Strand. Abends wird es voll, und alle schauen in dieselbe Richtung.
Lohnt sich das? Für uns ja. Der erste Abend hier, mit einem Bintang in der Hand, war der Moment, in dem die Weltreise wirklich angefangen hat.
Sei vor 18 Uhr da. Im Juli und August steht die Sonne dann knapp über dem Horizont, und danach geht es schnell.
Unterschätz die Strömung nicht, an Balis Stränden ertrinken immer wieder Menschen. Schau dir vor dem Baden die Wellen an und frag die Lifeguards, wo es heute sicher ist.
Ein Einkaufszentrum mit Garten, direkt gegenüber vom Strand.

Beachwalk liegt an der Jalan Pantai Kuta, gegenüber vom Strand. Es wurde 2013 eröffnet und ist ein offenes Einkaufszentrum um einen Garten mit Wasserlauf. Es gibt Läden, Restaurants und im oberen Stock ein Kino mit drei Sälen.
Kein Muss. Aber wenn die Mittagshitze drückt, ist die Klimaanlage ein starkes Argument. Wir waren tagsüber und abends da.
Wenn du ohnehin am Strand bist, schau kurz rein. Der Weg ist kurz.
Abends leuchtet der Schriftzug, ein schönes Fotomotiv.
Hinter dem Strand wird es eng und lebhaft.

Rund um unser Hotel sind wir zu Fuss durch die Gassen gezogen und in Warungs eingekehrt, kleinen einfachen Lokalen. Auf dem Teller: Reis mit Spiessen und Nasi Goreng mit Spiegelei. Am häufigsten sassen wir im Warung Nyoman und im Warung Indonesia.
Lohnt sich das? Ja, wenn du Bali nicht nur vom Strand kennenlernen willst.
Ein einfaches Essen kostet um die 35’000 IDR, also rund 1.60 CHF. In Kuta oft etwas mehr.
Die Gassen sind schmal, und die Roller zwängen sich trotzdem durch, gern mit Hupe. Augen auf.
Hier beginnt der Weg zu den Inseln.

Padang Bai ist ein kleiner Küstenort im Osten Balis, rund 56 Kilometer nordöstlich vom Flughafen. Von hier fahren Fähren nach Lembar auf Lombok und Boote zu den Gilis.
Lohnt sich ein Stopp? Als Zwischenstopp ja. Für uns war es der Ort, an dem Bali aufhört und die Inselzeit anfängt.
Plan Zeit am Hafen ein. Die Hafengebühr von 30’000 IDR (rund 1.40 CHF) pro Person war bei unserem Ticket nicht enthalten und ist vor Ort zu zahlen.
Gleich um die Ecke liegt die Blue Lagoon, ein bekannter Tauch- und Schnorchelspot und seit 2017 Meeresschutzgebiet.
Sanur ist der Ort für Sonnenaufgänge.

Ruhiger als Kuta, mit einer langen Promenade direkt am Wasser. Der Strand heisst Sunrise Beach, und das ist wörtlich gemeint.
Ehrlich gesagt haben wir von Sanur nur eine Terrasse mit Meerblick gesehen, in einem grossen Einkaufszentrum. Der Blick war gut, der Rest bleibt fürs nächste Mal.
Wenn du Sanur kennenlernen willst, plan mehr Zeit ein als wir. Am schönsten ist es früh am Morgen, wenn die Sonne über dem Meer aufgeht.
Ein Küstenabschnitt von 5,1 Kilometern, vom Matahari Terbit Beach bis zum Mertasari Beach, wurde 2008 neu aufgeschüttet.



Hier waren wir nicht selbst, deshalb sind auch die Fotos nicht von uns. Damit du trotzdem weisst, was dich wo erwartet, haben wir das Wichtigste zu jeder Region zusammengetragen. Kompakt und mit dem, was wir selbst gern gewusst hätten.
Legian für den Einstieg. Canggu und Medewi mit Erfahrung, Uluwatu nur für Geübte.
Ubud mit Umgebung, Besakih, Uluwatu und die Bergtempel Batukaru und Beratan.
Sidemen, Amed, Candidasa, Munduk und Medewi. Amed und Tulamben gelten als die ruhigen Alternativen zum Süden.
Tulamben, Amed, Pemuteran mit Menjangan und die Mantas bei Nusa Penida.
Nusa Dua mit ruhigem Wasser und viel Sicherheit, dazu Jimbaran zum Abendessen.
Jatiluwih, Bedugul, die Wasserfälle im Norden und der Sonnenaufgang am Batur.
Hier landest du, und hier bleiben die meisten hängen. Surfer, Partyvolk, Familien und Sonnenuntergangsjäger, alle auf ein paar Kilometern Küste.
Zwei Nachbarn von Kuta, die ganz unterschiedlich ticken.

Legian liegt zwischen Kuta und Seminyak. Es gilt als etwas entspannter als Kuta und weniger edel als Seminyak, mit viel australischem Einfluss. Seminyak ist das schicke, dicht bebaute Viertel nördlich davon, mit Boutiquen, Spas und gehobenen Restaurants. Unterkünfte und Grundstücke gehören dort zu den teuersten der Insel.
Am Strand von Legian können Anfänger bis Fortgeschrittene surfen, es gibt mehrere Surfschulen. Der Strand von Seminyak ist tagsüber ruhiger als Kuta und bekannt für Sonnenuntergänge. Zum Surfen ist er schlechter als Legian, Kuta oder Canggu. In Seminyak sind Staus ein Dauerthema.
In Legian sind die Strömungen stark, und der Strand wird nur teilweise von Lifeguards überwacht. Schwimm nicht nachts und achte auf die Flaggen. Mit kleinem Budget wohnst du in Legian besser als in Seminyak.
Ab Flughafen sind es nach Legian rund 15 Minuten, nach Seminyak rund 14 Minuten (ohne Stau).
An der Jl. Legian steht die Gedenkstätte für die Anschläge vom 12. Oktober 2002.
Aus Reisfeldern wurde eines der beliebtesten Ziele der Insel.

Canggu war früher Reisfeld und Kokoshain und ist heute ein Ort mit Cafés, Surfspots und vielen Langzeitgästen. Es gibt rund 10 Kilometer Strand und neun benannte Strände, darunter Echo Beach, Batu Bolong, Berawa und Pererenan.
Canggu ist bei Longboardern beliebt, ganz ohne Erfahrung solltest du aber nicht rein. Der Sand ist dunkel. Am Batu Bolong Beach wurde 2022 E. coli im Meerwasser nachgewiesen.
Plan für den Verkehr mehr Zeit ein: Die Jl. Raya Canggu gilt als notorisch überlastet, und auch die Abkürzung Jl. Anggrek ist oft verstopft. Buch den Transfer am besten über die Unterkunft, Taxis sind schwer zu bekommen.
Strassen, Entwässerung und Abfall hinken dem Tourismus hinterher, dazu kommt Wasserknappheit. Der Gouverneur hat im September 2025 angekündigt, keine neuen Genehmigungen für Hotels und Restaurants auf Reisfeldern zu erteilen.
Ab Flughafen rund 26 bis 28 Minuten, je nach Strand (ohne Stau).
Der Tempel auf dem Felsen im Meer, besonders zum Sonnenuntergang.

Der Tempel steht auf einem Felsen vor der Küste und ist eines der bekanntesten Fotomotive Balis. Der Überlieferung nach wurde er im 16. Jahrhundert von Dang Hyang Nirartha gegründet, die Hauptgottheit ist Dewa Baruna, der Meeresgott. In den 1980ern bröckelte der Fels und wurde saniert, über ein Drittel des sichtbaren Felsens ist künstlich. Ja, wirklich.
Bei Ebbe kommst du zu Fuss bis zur Basis des Felsens. In den Tempel selbst dürfen nur Gläubige. Rund eine halbe Million Menschen kommen jedes Jahr.
Ab etwa 16 Uhr wird es voll, zwischen 12 und 15 Uhr ist es ruhiger. Das schönste Licht hat also auch die längste Schlange. Der Eintritt liegt bei rund 75’000 IDR für Erwachsene, nur bar.
Ab Flughafen rund 35 Minuten (ohne Stau). Von Canggu aus 20 bis 45 Minuten, je nach Stau.
Tanah Lot ist kein Badeort. Es eignet sich als Fotostopp für alle, besonders für Paare zum Sonnenuntergang.
Klippen, Weltklasse-Wellen und ein Tempel hoch über dem Meer.

Die Südwestspitze der Insel ist bekannt für Kalksteinklippen, Surfwellen und den Klippentempel. Aus einem dünn besiedelten Landstrich sind Resorts, Villen und Beach Clubs geworden. Das bringt Verkehr und Druck auf die Küste, darüber wird diskutiert.
Uluwatu-TempelDer Tempel steht rund 70 Meter über dem Meer. Er ist der einzige balinesische Meerestempel, der zugleich einer der neun Richtungstempel ist. Täglich gibt es bei Sonnenuntergang einen Kecak-Tanz im Freien, Beginn je nach Saison um 17 oder 18 Uhr. Der Eintritt für den Tempel liegt bei 30’000 bis 100’000 IDR, der Tanz kostet 150’000 bis 200’000 IDR.
Die Makaken am Tempel sind Profis: Brillen, Kameras, Sandalen, Hüte, nichts ist vor ihnen sicher. Trag Wertsachen geschlossen und halte Abstand. Sarong und Schärpe sind Pflicht und im Gelände leihbar.
Padang PadangEin kleiner weisser Strand von rund 110 Metern zwischen hohen Klippen, der Zugang führt über 120 Stufen. Die linke Welle wird Balinese Pipeline genannt und gilt bei guten Bedingungen als eine der besten der Welt. Surfen ist hier etwas für Erfahrene.
Ab Flughafen rund 26 bis 29 Minuten zu Padang Padang, Bingin und dem Tempel (ohne Stau). Ab Kuta eher 45 Minuten, mit Stau mehr.
Fisch vom Grill, direkt am Strand.

Jimbaran ist ein Fischerdorf am Hals der Bukit-Halbinsel, direkt südlich des Flughafens. Berühmt ist es für Seafood-Stände am Strand: Du suchst den Fisch aus, gegrillt wird meist über Kokosnussschalen, und dazu gibt es den Sonnenuntergang.
Die Restaurants säumen den Strand, am Morgen läuft der Fischfang. Die Bucht ist ausserdem Standort vieler Luxusresorts.
Frag vor dem Bestellen nach dem Preis pro Gewicht und nach den Beilagen, bevor der Fisch auf dem Grill liegt. Sonst wird der romantische Abend teurer als gedacht.
Ab Flughafen rund 16 Minuten (ohne Stau).
Ruhiges Wasser, bewachte Resorts und Wassersport.

Nusa Dua ist ein geplantes, bewachtes Resortgelände von rund 350 Hektar mit über 20 meist 5-Sterne-Hotels. Die Strände sind weiss und flach, das Wasser ist ruhig. Das wirkt ziemlich künstlich. Lokaler geht es am Pantai Geger am Westrand zu.
Der Geger Beach ist wegen des ruhigen Wassers beliebt. Beim Water Blow spritzen die Wellen bei Flut an den Klippen bis rund 30 Meter hoch. Direkt nördlich liegt Tanjung Benoa, das Zentrum der Wassersport-Anbieter: Bananenboot, Parasailing, Tauchen, Schnorcheln und mehr.
Der Ort passt für Erholung und Familien, weniger für balinesischen Alltag. Für Wassersport ist Tanjung Benoa die Adresse, die Strände dort sind allerdings erodiert, nachdem früher Riffe abgebaut wurden.
Ab Flughafen rund 16 Minuten nach Nusa Dua und 21 Minuten nach Tanjung Benoa (ohne Stau).
Die Hauptstadt ohne Strand und ein Riese aus Metall.

DenpasarDenpasar ist die Hauptstadt und grösste Stadt der Insel, Regierungssitz seit 1958, mit rund 670’000 Einwohnern. Lebhaft, multikulturell, wenig touristisch, dafür schwül und voller Abgase. Das Museum Bali wurde 1931 gegründet und zeigt Masken, Skulpturen, Textilien und Archäologie. Im Renon-Platz stehen das Bajra-Sandhi-Monument und ein Museum.
Garuda Wisnu KencanaDer Kulturpark bei Ungasan auf der Bukit-Halbinsel hat eine 75 Meter hohe Statue von Vishnu auf dem Vogel Garuda, mit Sockel rund 121 Meter. Sie wurde 2018 fertiggestellt. Der Park liegt auf 263 Metern Höhe und dient auch für Konzerte. Der Standardeintritt liegt bei 150’000 IDR.
Denpasar eignet sich als Tagesausflug für alle, die Kultur ohne Touristenkulisse suchen.
Ab Flughafen rund 17 Minuten nach Denpasar und rund 20 Minuten zum GWK (ohne Stau).
Ubud ist das kulturelle Zentrum der Insel und einer der meistbesuchten Orte. Rundherum liegen die bekanntesten Tempel und Terrassen.
Kunst, Tanz und Hügel, dafür mit viel Betrieb.

Ubud liegt in den Hügeln von Gianyar und ist bekannt für Kunstmuseen, Handwerk und Tanzvorstellungen. Es gibt das Writers and Readers Festival, im April das Food Festival und Museen wie das Neka, das Puri Lukisan und das Agung Rai. Im Hof des Königspalasts Puri Saren Agung finden Tanzabende statt.
Ubud gehört zu den am stärksten besuchten Gebieten der Insel. Die Cafés an den Reisfeldern ziehen Menschenmassen an. Der Tanzabend im Palast kostet 100’000 IDR und beginnt täglich um 19:30 Uhr.
Campuhan Ridge WalkEin Spazierweg auf einem Höhenrücken am Rand von Ubud, rund 2 Kilometer pro Richtung. Er kostet keinen Eintritt. Geh früh am Morgen, mittags gibt es keinen Schatten.
Plan die Fahrt vom Flughafen grosszügig, aus zwei Stunden werden im Stau schnell vier. Und lass die Finger von Kopi-Luwak-Touristenfallen. Guten Kaffee gibt es zum Beispiel im Seniman Coffee Studio.
Ab Flughafen rund 36 Minuten ohne Stau.
Ein kleiner Wald mitten in der Stadt, voller Makaken.

Rund 10 Hektar Waldschutzgebiet mit mindestens 115 Baumarten, drei Tempeln aus der Zeit um 1350 und etwa 1’260 Makaken. Das Gebiet gehört zum Dorf Padangtegal.
Die Affen haben die Scheu verloren und greifen nach Taschen mit Essen. Es kommt zu Bissvorfällen. Der Eintritt beträgt 130’000 IDR für Erwachsene und 100’000 IDR für Kinder, geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr.
Trag kein offenes Essen mit dir, fass die Tiere nicht an und füttere sie nicht. Bei einem Biss oder Kratzer geh sofort zum Arzt, in Indonesien besteht Tollwutgefahr.
Die berühmtesten Terrassen der Insel, und die am meisten kritisierten.

Die Terrassenfelder nördlich von Ubud sind mit Schaukeln, Cafés und Aussichtspunkten für Fotos hergerichtet. Ehrlich gesagt ist das inzwischen eher ein Freizeitpark, in dem sich alle für dasselbe Foto drängeln.
Es gibt kein einheitliches Ticket. Entlang der Wege stehen Spendenstellen der Grundbesitzer, jeweils rund 15’000 bis 20’000 IDR. Für die Schaukeln werden meist 150’000 bis 400’000 IDR verlangt. Dass man alle paar hundert Meter wieder zahlen soll, nervt viele.
Komm früh, zwischen 6 und 8:30 Uhr. Reisebusse sind etwa zwischen 9 und 15 Uhr da, der Parkplatz ist vormittags voll. Bring Bargeld.
Ab Flughafen rund 45 Minuten, von Ubud rund 11 Minuten (ohne Stau).
Der Quelltempel, an dem Besucher am Reinigungsritual teilnehmen.

Der Tempel bei Tampaksiring wurde laut Überlieferung 962 n. Chr. gegründet. Er liegt an einer Quelle des Flusses Pakerisan, und 1954 wurde hier eine Villa für Sukarno gebaut. Gläubige und Besucher steigen für das Reinigungsritual Melukat in die Becken.
Der Tempel ist stark besucht. Sarong und Schärpe sind Pflicht und meist leihbar. Für das Ritual brauchst du einen eigenen Badesarong. Der Eintritt liegt bei 50’000 bis 75’000 IDR.
Komm vor 10 Uhr oder nach 16 Uhr, dann ist es ruhiger.
Ab Flughafen rund 47 Minuten, von Ubud rund 16 Minuten (ohne Stau).
Eine Höhle mit Dämonengesicht und ein Wasserfall zum Treppensteigen.

Goa GajahDie Elefantenhöhle ist ein Heiligtum mit einem geschnitzten Dämonengesicht am Eingang, einem Badebecken und Reliefs. Sie wurde 1923 von niederländischen Archäologen wiederentdeckt, wann sie entstand, ist unklar. Wer Shorts trägt, bekommt einen Sarong. Der Eintritt liegt bei 50’000 IDR, in der Regel reicht eine Stunde bis anderthalb Stunden.
TegenunganDer Wasserfall liegt am Fluss Petanu im Dorf Kemenuh und ist über rund 200 Stufen erreichbar. In der Regenzeit von November bis März sind sie rutschig, die Trockenzeit von April bis Oktober ist die beste Zeit. Der Eintritt liegt bei 30’000 IDR. Am ruhigsten ist es vor 9 Uhr, zwischen 11 und 15 Uhr ist es voll.
Schwimm nur, wenn die Bedingungen sicher sind. Beide Orte lassen sich gut mit Ubud kombinieren.
Ab Flughafen rund 34 Minuten zur Höhle und rund 35 Minuten zum Wasserfall (ohne Stau). Von Ubud sind es 3 und 11 Minuten ohne Verkehr, real länger.
Der Osten ist ruhiger und trockener als der Südwesten. Wer zu den berühmten Tempeln will, muss früh los. Wer dem Trubel entkommen will, ist in Amed und Tulamben richtig.
Ein ruhiges Tal mit Blick auf den Mount Agung.

Sidemen ist ein Tal in Karangasem mit Reisterrassen und Blick auf den Mount Agung. Es gilt als ruhige Alternative zu Ubud.
Durch die Terrassen spazieren, zum Wasserfall wandern, Rafting, Weberei- und Silber-Workshops oder ein Kochkurs.
Ab Flughafen rund 55 Minuten ohne Stau, realistisch eher 2 Stunden.
Der grösste und heiligste Tempelkomplex der Insel.

Besakih liegt am Hang des Mount Agung auf rund 1’000 Metern und besteht aus 23 Tempeln auf sechs Terrassen. Es gilt als bedeutendster Tempel des balinesischen Hinduismus. Das Hauptheiligtum ist der Pura Penataran Agung.
Sarong und Schärpe sind Pflicht. Nach dem offiziellen Ticket wollen Jugendliche aus der Umgebung oft nochmal Geld, angeblich für Reinigung oder Führungen. Das ist nicht erlaubt, lehn freundlich ab. Der Eintritt liegt irgendwo zwischen 60’000 und 150’000 IDR, die Tafel vor Ort weiss es genau.
Komm früh: Zwischen 7 und 8 Uhr ist es am leersten, ab etwa 10 Uhr kommt der Andrang. Die Trockenzeit von April bis Oktober ist am angenehmsten.
Ab Flughafen rund 56 Minuten ohne Stau. Realistisch mindestens 90 Minuten.
Das berühmteste Foto der Insel, mit langer Warteschlange.

Der Tempel am Berg Lempuyang gehört zu den neun Richtungstempeln. Weltbekannt ist das gespaltene Tor des unteren Tempels Penataran Agung, durch das du den Mount Agung siehst. Der höchste Tempel liegt auf rund 1’060 Metern.
Für das Foto stehst du an, und zwar lange: zwei bis vier Stunden, mit nummeriertem Ticket und Pflicht-Shuttle. Und das berühmte Spiegelbild? Kein See, sondern ein Spiegel, den der Fotograf unter dein Handy hält.
Plan einen halben Tag ein und komm früh. Der erste Shuttle fährt gegen 5:30 Uhr. Der Eintritt liegt bei rund 100’000 IDR, dazu kommen Shuttle, Parkplatz und Trinkgeld für den Fotografen, bring Bargeld.
Ab Flughafen rund 78 Minuten ohne Stau, real eher mehr. Ab Ubud sind es 2,5 bis 3 Stunden.
Ein Wasserpalast und ein ruhiger Küstenort.

Tirta GanggaDer ehemalige königliche Wasserpalast bei Ababi, rund 7 Kilometer nördlich von Amlapura, wurde ab 1946 vom letzten König von Karangasem gebaut. Beim Ausbruch des Agung 1963 wurde er fast vollständig zerstört und später wieder aufgebaut. Der Eintritt kostet 90’000 IDR, am schönsten ist es morgens zwischen 8 und 10 Uhr.
CandidasaDer Küstenort liegt an einer Lagune und ist gut als Basis für Padang Bai, Tenganan, Tirta Gangga und Lempuyang. Der Strand ist erodiert, seit in den 1970er und 80er Jahren Riffe für Kalk abgebaut wurden. Tauchboote starten in Padang Bai, rund 11 Kilometer westlich, weil Candidasa keinen Pier hat.
Ab Flughafen rund 66 Minuten nach Tirta Gangga und rund 53 Minuten nach Candidasa (ohne Stau).
Tauchen und Schnorcheln direkt ab Strand, ohne grosse Menschenmengen.

AmedAmed ist keine einzelne Ortschaft, sondern eine lange Küstenzone aus Dörfern im äussersten Osten. Die Strände haben dunklen Vulkansand. Die Korallen liegen nah am Ufer, du kannst direkt vom Strand schnorcheln und tauchen.
TulambenDas Fischerdorf an der Nordostküste hat einen steinigen Strand. Vor dem Ufer liegt das Wrack der USAT Liberty, ein US-Frachter, der am 11. Januar 1942 torpediert wurde und 1963 beim Ausbruch des Agung ins Wasser rutschte. Das Wrack ist 125 Meter lang und liegt in 5 bis 30 Metern Tiefe, es gehört zu den beliebtesten Tauchplätzen Balis. Es liegt nur 25 bis 40 Meter vom Ufer entfernt.
In der Hochsaison tauchen bis zu 100 Taucher pro Tag am Wrack. Die beste Zeit ist im Oktober und November, wenn das Wetter ruhig ist. Ein Tauchgang kostet rund 400’000 bis 800’000 IDR.
Ab Flughafen rund 79 Minuten nach Amed und 81 Minuten nach Tulamben (ohne Stau). Realistisch rund 3 Stunden.
Weitere Strecken, kühleres Klima, kurvige Bergstrassen. Plan für die Fahrten mehr Zeit ein als das Navi sagt, die Zeiten unten sind ohne Verkehr gerechnet.
Der Sonnenaufgangs-Trek auf einen aktiven Vulkan.

Der Batur ist ein aktiver Vulkan, 1’717 Meter hoch, mit zwei ineinanderliegenden Calderen. Er gehört seit 2012 zum UNESCO Global Geopark. Der Trek zum Sonnenaufgang ist einer der beliebtesten Ausflüge der Insel.
Treks starten gegen 4 Uhr, den Gipfel erreichst du gegen 6 Uhr. Rechne mit rund 2 Stunden Aufstieg und insgesamt 4 bis 5 Stunden.
Das Rundschreiben des Gouverneurs 7/2025 verlangt, dass Ausländer Attraktionen mit lizenzierten Guides besuchen. Frag deinen Anbieter, wie das am Batur gehandhabt wird. Am 11. August 2026 brannten rund 2 Hektar Schutzwald am Batur, vermutlich durch eine Zigarette. Rauchen, Feuer und Müll auf dem Pfad sind verboten.
Die Aktivität von Agung und Batur kann sich ohne Vorwarnung ändern. Für den Agung ist ein registrierter Guide Pflicht, ein Norweger wurde im Februar 2025 nach einer Alleinbesteigung ausgewiesen.
Ab Flughafen rund 64 Minuten bis zum Dorf Kintamani. Die Startpunkte liegen im Krater.
Ein Tempel am Bergsee, auf 1’500 Metern.

Bedugul ist ein Bergseegebiet mit drei Kraterseen, Bratan, Buyan und Tamblingan. Der Tempel am Ufer des Bratan-Sees wurde 1633 erbaut und ist der Seegöttin Dewi Danu gewidmet. Sein 11-stöckiger Schrein gehört zu den bekanntesten Motiven der Insel.
Auf rund 1’500 Metern ist es kühl. Zum Gelände gehört auch der Botanische Garten von Bali, gegründet 1959. Der Eintritt zum Tempel liegt bei rund 75’000 IDR.
Pack einen Pulli ein. Am ruhigsten ist es zwischen 7 und 8 Uhr. Besucher betreten die Gebetsbereiche nicht, bescheidene Kleidung wird erwartet, Sarongs gibt es am Eingang.
Ab Flughafen rund 53 Minuten ohne Stau. Ab Ubud oder Seminyak eher 2 bis 3 Stunden.
UNESCO-Reisterrassen und ein Waldtempel am Berg.

JatiluwihWeite Reisterrassen im Hochland von Tabanan. Das Subak-Bewässerungssystem ist seit 2012 UNESCO-Welterbe, Jatiluwih eines von fünf Gebieten. Du kannst spazieren, Rad oder E-Bike fahren. Die Wanderung durch die geschützte Zone dauert rund 3,5 Stunden, die E-Bike-Tour rund 1 Stunde. Der Eintritt beträgt 100’000 IDR.
Pura Luhur BatukaruDer Tempel am Südhang des Mount Batukaru ist einer der sechs wichtigsten Tempel der Insel, im 11. Jahrhundert gebaut, 1959 wiederaufgebaut, mit einem siebenstöckigen Meru. Er ist ruhiger und waldiger als die Küstentempel. Eintritt kostet er keinen, eine Spende ist willkommen. Sarong und Schärpe kosten rund 20’000 bis 40’000 IDR zum Mieten.
Grab und Gojek sind in Jatiluwih kaum verfügbar, du brauchst einen Fahrer oder Roller. Nimm Bargeld und feste Schuhe mit, die Wege werden matschig. Für Drohnen kann eine Genehmigung nötig sein.
Ab Flughafen rund 61 Minuten zu beiden Zielen (ohne Stau).
Wasserfälle im Hinterland des Nordens.

MundukEin kühles Bergdorf mit Wäldern, Seen und mehreren Wasserfällen, gut für kurze Wanderungen. In der Nähe liegen die Seen Buyan und Tamblingan, die Wasserfälle Munduk und Banyumala und weitere Ziele wie Melanting und Golden Valley.
SekumpulEine Gruppe hoher Wasserfälle in Buleleng, oft als die schönsten der Insel genannt. Der Weg dauert 30 bis 40 Minuten pro Richtung, mit Treppen und flachen Flussquerungen, du wirst nass. Guides werden oft angeboten, manchmal auch aufgedrängt.
GitgitDer leicht erreichbare Wasserfall an der Hauptstrasse nach Norden. Der Weg dauert rund 15 Minuten, ist asphaltiert und gesäumt von Souvenirständen.
Fahr vor 9 Uhr aus dem Süden los, sonst stehst du erst im Stau und dann am Wasserfall in der Schlange. In der Regenzeit sind die Wege rutschig und Flüsse steigen schnell. Auf den Bergstrassen fehlt teils der Handyempfang, lad eine Offline-Karte.
Ab Flughafen rund 76 Minuten nach Munduk, 75 nach Sekumpul und 63 nach Gitgit (ohne Stau).
Ruhige Nordküste, mit einem kritischen Blick auf die Delfintouren.

Lovina ist ein ruhiger Küstenstreifen im Norden mit dunklem Vulkansand und Riffen. Bekannt ist er für Delfin-Bootstouren am Morgen. Das nahe Singaraja war von 1849 bis 1960 Hauptstadt von Bali und gilt als Bildungsstadt, mit der Bibliothek Gedong Kirtya, die Lontar-Manuskripte bewahrt.
Die DelfintourenDie Touren starten zwischen 5 und 9 Uhr. Und die stehen zu Recht in der Kritik: Eine Studie der James Cook University zählte bis zu 179 Boote und bis zu 83 Boote um eine einzelne Delfingruppe. Viele hielten den empfohlenen Abstand von 50 Metern nicht ein, die Autoren nannten die Nachhaltigkeit fraglich. Die Zahlen sind von 2011.
Wenn du fährst, meide Wochenenden und die Hochsaison und wähl kleine lokale Anbieter. Weitere Ziele in der Nähe sind Schnorchelriffe, heisse Quellen und die Wasserfälle Gitgit, Aling-Aling und Sing-Sing.
Ab Flughafen rund 80 Minuten nach Lovina und 73 Minuten nach Singaraja (ohne Stau). Aus dem Süden eher 2 bis 3 Stunden über Bergstrassen.
Der Nordwesten für Taucher und Naturfans.

Pemuteran ist ein ruhiges Dorf im Nordwesten und Ausgangspunkt für Tauch- und Schnorchelausflüge nach Menjangan. Die Insel gehört zum Bali-Barat-Nationalpark, dem einzigen grösseren Nationalpark der Insel mit rund 190 Quadratkilometern. Dort lebt der seltene Bali-Star, ausserdem Banteng, Rusa-Hirsche und Leopardkatzen. Im Meeresgebiet gibt es über 110 Korallenarten.
Zum Tauchen liegen Plätze wie Eel Garden, Bat Cave, Coral Garden und Dream Wall an der Insel. Das Tauchen dort ist anspruchsvoller, empfohlen wird mindestens PADI Advanced. Schnorcheln kann jeder.
Die beste Zeit ist von Mitte Juni bis Anfang November. In der Regenzeit ist das Wasser teils trüb. Der Eintritt zum Nationalpark liegt bei 200’000 IDR werktags und 300’000 IDR am Wochenende, plus Boot und Permits. Bezahlt wird nur an den Parkbüros in Cekik und Labuan Lalang. Roller sind wegen der schlechten Strassen nicht empfohlen, und an Nyepi ist der Park geschlossen.
Ab Flughafen rund 110 bis 113 Minuten ohne Stau. Das ist die weiteste Fahrt in diesem Guide, plan eine Übernachtung ein.
Eine lange Welle im Westen und der Fährhafen nach Java.

MedewiEin ruhiger Surfort an der Westküste mit einer langen Linkswelle von bis zu etwa 400 Metern. Sie ist eher etwas für Erfahrene, der Grund ist felsig, bei grossem Swell gibt es Strömung und gelegentlich Seeigel, Schuhe für die Felsen helfen. Die Saison ist die Trockenzeit von April bis Oktober, im Juli und August ist es am vollsten.
GilimanukDer Fährhafen ganz im Westen. Von hier setzt du nach Ketapang bei Banyuwangi in Ost-Java über. Die Fähre fährt etwa alle 20 Minuten rund um die Uhr, die Überfahrt dauert rund 30 Minuten, Be- und Entladen kann deutlich länger dauern.
Fähren in Indonesien erfüllen teils keine internationalen Sicherheitsstandards. Reise nicht bei Dunkelheit oder Unwetter.
Ab Flughafen rund 73 Minuten nach Medewi und 103 Minuten nach Gilimanuk (ohne Stau). Realistisch eher 3 Stunden nach Medewi.
Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan liegen südöstlich von Bali. Die Schnellboote fahren vor allem ab Sanur.
Die grösste der drei Inseln, mit spektakulären und gefährlichen Klippen.

Die Insel ist rund 203 Quadratkilometer gross, hat etwa 65’000 Einwohner und ist trockener als Bali. Die bekanntesten Fotospots sind Kelingking, Broken Beach, Angel Billabong, Diamond Beach und Crystal Bay.
Neu seit Sommer 2026Auf Penida gilt ein neues Eintrittssystem: 25’000 IDR pro Attraktion für Erwachsene, 15’000 IDR für Kinder, bargeldlos. Ausländer zahlen zusätzlich eine einmalige Inselgebühr. Das System gilt seit Spätsommer 2026. Am ersten Tag kam es zu Staus, Vorab-Tickets mit QR-Code werden empfohlen.
SicherheitAm Kelingking Beach stürzte am 12. September 2026 eine 29-jährige Australierin rund 80 Meter ab, als sie einen eigenen Weg zum Klippenrand suchte. Im Oktober 2025 ertrank dort eine Französin in starker Strömung. Baden an Kelingking, Diamond Beach und Angel Billabong ist laut einem Rundschreiben des Bupati von Klungkung verboten. Bleib auf den Wegen.
StrassenDie Strassen sind schmal, kurvig und steil, bei Regen rutschig, es gibt wenige Tankstellen. Rollerunfälle sind häufig, Helm und passender Führerschein sind Pflicht. Wir würden hier einen Fahrer nehmen.
MantasDer Manta Point ist der einzige Ort der Insel mit regelmässigen Manta-Sichtungen. Hochbetrieb ist von Juli bis September, Mola Mola gibt es am ehesten von Juli bis Oktober.
AnreiseSchnellboote ab Sanur brauchen je nach Hafen und Anbieter 30 Minuten bis 1 Stunde 15 Minuten, ab rund 10 Euro. Die staatliche Fähre ab Padang Bai war ab Ende Juli 2026 ausser Betrieb, frag vor Ort nach dem aktuellen Stand.
Kleine Inseln, Roller statt Autos.

LembonganLembongan ist die am besten erschlossene der drei Inseln, rund 8 Quadratkilometer gross mit etwa 5’000 Einwohnern, 12 Kilometer von Bali entfernt. Es gibt ein Dorf, Strände und Mangroven auf rund 212 Hektar im Nordosten, Algen werden wieder angebaut. Man fährt meist Roller oder geht zu Fuss, Autos sind selten. Das Schnellboot ab Sanur braucht rund 30 Minuten.
CeninganDie kleinste und ruhigste Insel liegt zwischen Lembongan und Penida. Von Lembongan erreichst du sie über die Gelbe Brücke, eine Hängebrücke nur für Fussgänger und Roller. Sie wurde 2017 eröffnet und ersetzte eine Holzbrücke, die 2016 bei einer Prozession einstürzte, acht Menschen starben.
Devil's Tear ist gefährlich, halte Abstand zum spritzenden Wasser. Der Ort gehört zum neuen Eintrittssystem. Schwimmwesten sind auf den Booten oft knapp. Fahr nicht bei Dunkelheit, Regen oder Sturm.
Die Fotos zu Kuta, Sanur und Padang Bai haben wir selbst aufgenommen. Die Fotos zu den Orten im Abschnitt Ganz Bali stammen von Pexels oder Wikimedia Commons und stehen unter freien Lizenzen. Wo die Lizenz eine Nennung verlangt, steht sie hier:
So sind wir in die Weltreise gestartet. Mit echten Nächten und echten Preisen, falls du die Strecke nachreisen willst.
Fliegen, weiter nach Gili Air oder rüber nach Lombok. Eine dieser Strecken kennen wir aus eigener, leicht schräger Erfahrung.
Der Flughafen Ngurah Rai liegt in Tuban im Bezirk Kuta, rund 13 Kilometer südlich von Denpasar. 2024 zählte er knapp 24 Millionen Passagiere. Wir sind am 11. August von hier weitergeflogen.
Am 6. Juli ging es mit Van und Schnellboot von Kuta nach Gili Air. Abholung um 10 Uhr, Ankunft laut Ticket um 15:15 Uhr. Treffpunkt laut Voucher: IKEA. Ja, auf Bali. Unser Fahrer brachte uns für ein paar Franken mehr direkt zum Hafen. Die Hafengebühr von 30’000 IDR (rund 1.40 CHF) pro Person war nicht im Ticket enthalten.
Mehr zur Insel findest du in unserem Gili-Air-Guide.
Die langsame Fähre fährt von Padang Bai nach Lembar, rund um die Uhr. Sie braucht im Schnitt etwa viereinhalb Stunden für rund 38 Seemeilen, Abfahrten gibt es mehrmals täglich zwischen 6:30 und 18 Uhr. Schnellboote fahren von Padang Bai nach Senggigi, ab rund 1 Stunde 15 Minuten und ab etwa 17 Euro. Mehr dazu im Lombok-Guide.
Fahrpläne und Preise ändern sich, prüf sie vor der Abreise.
Wie viel du pro Tag brauchst, hängt stark von deinem Stil ab. Einfach, mit Gästehaus, Warung und Roller, kommst du mit rund 30 bis 45 CHF pro Person und Tag durch. Mit Boutique-Hotel, Restaurants und Ausflügen eher 90 bis 130 CHF. Flüge nicht eingerechnet. Kurs: 1 CHF entspricht rund 21’500 IDR.
| Ausgabe | Einordnung | Richtwert |
|---|---|---|
| Visum bei Ankunft | 30 Tage, einmal verlängerbar | 500’000 IDR (rund 23 CHF) |
| Touristenabgabe Bali | Pro Person, einmal pro Besuch, vorab online | 150’000 IDR (rund 7 CHF) |
| Hafengebühr Padang Bai | Pro Person, bei unserem Ticket nicht enthalten | 30’000 IDR (rund 1.40 CHF) |
| Langsame Fähre Padang Bai nach Lembar | Pro Person, Tarif Ende 2025 | rund 65’000 IDR (rund 3 CHF) |
| Einfaches Essen im Restaurant | Denpasar | rund 35’000 IDR (rund 1.60 CHF) |
| Cappuccino | Denpasar | rund 28’400 IDR (rund 1.30 CHF) |
| Wasser, 1.5 Liter | Denpasar | rund 6’800 IDR (rund 0.30 CHF) |
| Taxi, Grundpreis | Denpasar | rund 15’000 IDR (rund 0.70 CHF) |
Zum Visum: Im August 2026 wurden höhere Gebühren angekündigt, 750’000 IDR online und 1’000’000 IDR bei Ankunft. Bis Anfang Oktober war das noch nicht in Kraft. Schau den aktuellen Betrag im offiziellen e-Visa-Portal. Essen und Taxi sind Preise aus Denpasar, in Kuta zahlst du oft mehr.

Vom 1. bis 6. Juli haben wir im Le Lima Hotel gewohnt, mitten in der Poppies Lane 2. Bis zum Strand sind es knapp 500 Meter, Frühstück inklusive, und der Pool war nach einem Tag in den Gassen genau richtig.

Vom 7. bis 11. August waren wir noch einmal in Kuta, diesmal in einem anderen Hotel mit Pool.
In einem unserer Hotels lief im Zimmer neben uns ganz offensichtlich ein kleines Bordell. Zwei junge Frauen und zwei junge Männer hingen den ganzen Tag am Pool oder im Zimmer am Handy. Kam ein Kunde, gingen drei von ihnen für ein paar Minuten raus, bis er fertig war. Rund um den Abfalleimer lagen Kondome. Willkommen in Kuta. Unser Tipp: Lies vor dem Buchen die neusten Bewertungen, nicht nur die Sterne. Wie wir Unterkünfte suchen und bewerten, steht in unserem Beitrag zu Unterkünften.
Die Werte gelten für den Süden. In den Bergen ist es kühler und oft nasser.
| Zeitraum | Wetter und Reisealltag | Einordnung |
|---|---|---|
| Juli und August | Im Schnitt rund 29 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht. Es regnet wenig, im Schnitt rund 30 Millimeter im Juli und 16 Millimeter im August. | Das war unsere Zeit. Wir waren vom 1. bis 6. Juli und vom 7. bis 11. August da. |
| Dezember bis März | Regenzeit. Im Januar fallen im Schnitt rund 388 Millimeter Regen, im Dezember rund 299 Millimeter. | Rechne mit viel Regen und hoher Luftfeuchte. |
| Das ganze Jahr | Im Schnitt fallen rund 1’742 Millimeter Regen pro Jahr. | Langjähriges Mittel von 1991 bis 2020. |
Mehr zu Südostasien findest du in unserem Beitrag zur besten Reisezeit.
Direkt geht es nicht. Du steigst in Doha, Dubai, Abu Dhabi oder Singapur um und bist 17 bis 22 Stunden unterwegs. Hin und zurück in der Economy zahlst du meist 650 bis 900 CHF, im Sommer und an Weihnachten auch über 1000 CHF.
Du brauchst den internationalen Führerausweis vom Strassenverkehrsamt deines Kantons, je nach Kanton 20 bis 50 CHF und drei Jahre gültig, immer zusammen mit dem Schweizer Ausweis. Steht keine Motorrad-Kategorie drin, zahlt nach einem Unfall keine Versicherung. Der Vermieter fragt selten danach, die Versicherung schon.
Die Grundversicherung zahlt Notfälle im Ausland höchstens bis zum doppelten Betrag, den die Behandlung in der Schweiz kosten würde. Einen Rücktransport zahlt sie nicht. Was du stattdessen brauchst, steht bei der Auslandskrankenversicherung.
Indonesische Automaten verlangen pro Abhebung eine Gebühr, bei uns 50’000 bis 75’000 IDR, also 2.30 bis 3.50 CHF. Dazu kommt die Gebühr deiner Bank. Welche Karten sich für Schweizer lohnen: Kreditkarten & Finanzen.
Das Visum bei Ankunft gilt 30 Tage und lässt sich einmal um 30 Tage verlängern. Du startest online im e-Visa-Portal und musst danach für die Fingerabdrücke persönlich aufs Immigration Office. Fang 7 bis 14 Tage vor Ablauf an, jeder Tag zu viel kostet 1’000’000 IDR. Ohne Rückflug brauchst du ein Weiterreiseticket.
Registrier deine Reise in der App Travel Admin des EDA, dann weiss die Schweiz im Notfall, dass du hier bist. Und was wir für die Weltreise eingepackt haben, steht in unserer Packliste, auch als PDF.
Die Fragen, die wir uns vor der Reise gestellt haben. Mit den Antworten, die wir damals gern gehabt hätten.
Für Schweizer Reisende ist in der Regel ein Visa on Arrival für 30 Tage möglich, das einmal verlängert werden kann. Der Pass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und zwei freie Seiten haben. Schau Visumtyp, Preis und Voraussetzungen kurz vor der Reise im offiziellen e-Visa-Portal; Regeln und Gebühren können sich ändern.
Zur Vorbereitung gehören auch ein Rück- oder Weiterreiseticket und die digitale All Indonesia Arrival Card, die kostenlos ist und die du bis zu 72 Stunden vor der Einreise ausfüllst. Wenn du ohne festen Rückflug reist, hilft dir unser Beitrag zum Weiterreiseticket. Für Schweizer Sicherheitsinformationen gibt es die Reisehinweise des EDA.
Seit Februar 2024 zahlen ausländische Touristen auf Bali 150’000 IDR (rund 7 CHF) pro Person, auch bei visumfreier Einreise. Bezahlen kannst du vorab über das offizielle Portal Love Bali. Du bekommst einen QR-Code, den du bei der Ankunft zeigst.
Laut dem Reisemedizin-Portal der Universität Zürich kommt Malaria in den touristisch besuchten Regionen nur selten vor, Medikamente muss man nicht mitnehmen, Mückenschutz bleibt trotzdem wichtig. Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Empfohlen werden die Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan sowie Hepatitis A und B. Eine Typhus-Impfung wird erst bei Aufenthalten ab einem Monat empfohlen.
Das ist Information und keine Beratung. Sprich die Impfungen rechtzeitig mit einer Reisemedizin ab; mehr dazu in unserem Beitrag zu Gesundheit und Impfungen.
Dengue ist weit verbreitet, besonders in grösseren Orten. Empfohlen werden helle, imprägnierte Kleidung, Repellents mit mindestens 30 Prozent DEET und nachts ein Moskitonetz oder eine laufende Klimaanlage. In Indonesien kommt es zu vielen Tollwutfällen beim Menschen, übertragen durch Bisse von Strassenhunden, aber auch von Katzen, Fledermäusen und Affen. Nach einem Biss soll man die Wunde 10 bis 15 Minuten mit Wasser und Seife reinigen und sofort ins Spital gehen. Die Impfung wird generell empfohlen, ob sie für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Reisestil ab.
Das kommt auf den Tag an. An Balis Stränden gibt es starke Strömungen, die schon Menschenleben gekostet haben, und die Bedingungen ändern sich schnell. Prüf vor dem Baden, wie die Wellen sind, und frag vor Ort nach der sicheren Stelle. Kuta ist ein Surfstrand, die Wellen sind fast immer da.
Der Verkehr auf Bali ist extrem dicht und ziemlich unberechenbar. Roller-Unfälle sind ein reales Risiko, auch in Touristengebieten. Wer fährt, braucht einen indonesischen oder einen internationalen Führerausweis, der heimische reicht nicht. Trag immer einen Helm. Nach einem Unfall gilt man häufig als schuldig. Aktuelle Regeln stehen bei den Reisehinweisen des EDA. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport hilft im Ernstfall: unser Beitrag dazu.
Für Roller brauchst du laut Rundschreiben des Gouverneurs einen gültigen internationalen oder nationalen Führerschein und einen Helm. Der Führerschein muss zur Fahrzeugart passen, sonst zahlt die Versicherung nicht. Als Schweizer brauchst du den internationalen Führerausweis mit Motorrad-Kategorie, mehr dazu in der Box für Schweizer weiter oben. Bussen: Helm 250’000 IDR, fehlende Dokumente 300’000 bis 500’000 IDR je Dokument. Rollermiete liegt bei rund 5 bis 20 US-Dollar pro Tag, das schwankt stark. Ein Auto mit Fahrer kostet für 10 Stunden meist 600’000 bis 1’200’000 IDR, in den Norden und Osten kommen 200’000 bis 400’000 IDR dazu. Für Bergstrassen im Norden und weite Tagestouren ist ein Fahrer die entspanntere Wahl.
Sarong und Schärpe sind in Tempeln Pflicht, grosse Tempel vermieten sie. Laut Rundschreiben Nr. 7/2025 des Gouverneurs dürfen in die inneren heiligen Bereiche nur Betende in traditioneller Kleidung, und Frauen mit Menstruation dürfen sie nicht betreten. Heilige Bäume und Monumente darf man nicht besteigen. Auf Opfergaben am Boden trittst du nicht absichtlich.
Nyepi ist der Tag der Stille. Der Flughafen Ngurah Rai bleibt den ganzen Tag geschlossen, es gibt keinen Verkehr, und alle bleiben drinnen, auch Touristen. Nächstes Datum: 9. März 2027. 2026 war Nyepi am 19. März. Am Vortag gibt es Strassensperren wegen Umzügen, viele Lokale schliessen früh.
Trink kein Leitungswasser und putz die Zähne nicht damit, ausser es ist als trinkbar gekennzeichnet. Iss Gekochtes, schäl Obst selbst und wasch dir oft die Hände. Die meisten Fälle klingen innerhalb einer Woche ab, die Hauptgefahr ist Austrocknung. Bei anhaltenden Beschwerden geh zum Arzt. Behandlungen musst du vor Ort meist vorab bezahlen, dafür brauchst du eine gute Auslandskrankenversicherung, siehe unseren Guide.
Auf Bali und Lombok gab es mehrere Fälle von vergifteten Getränken. Methanol ist hochgiftig, schon ein einziger Shot kann tödlich sein. Trink nur Markengetränke aus versiegelten Flaschen und nur in Lokalen mit Lizenz.
Indonesien liegt in einer aktiven Erdbebenzone. Einige Wanderrouten führen auf oder nahe aktive Vulkane, auf Bali etwa Mount Agung und Mount Batur. Die Aktivität kann sich ohne Vorwarnung ändern, Sperrzonen wechseln schnell. Folge den Hinweisen der Behörden und frag deine Unterkunft, was bei einem Beben zu tun ist.
Der allgemeine Notruf in Indonesien ist 112, die Polizei erreichst du auch unter 110, die Ambulanz unter 118 oder 119 und die Feuerwehr unter 113. Die Touristenpolizei auf Bali ist unter +62 361 759 687 erreichbar. Die EDA-Helpline für Schweizer ist rund um die Uhr unter +41 800 24-7-365 oder +41 58 465 33 33 erreichbar.
Eine lokale SIM oder eSIM ist hilfreich für Navigation und Buchungen. Tipps zu Anbietern und Preisen findest du in unserem SIM-Karten-Guide.
Für den Süden mit Strand und ein, zwei Ausflügen reicht eine Woche. Wer Ubud, den Osten oder den Norden sehen will, plant eher zwei bis drei Wochen, denn die Wege sind lang und der Verkehr frisst Zeit. Wir hatten insgesamt neun Nächte, beide Male in Kuta, und haben den Rest bewusst fürs nächste Mal aufgehoben.
Ja, besonders Sanur und Nusa Dua mit ruhigem, flachem Wasser. In Kuta und an den Surfstränden sind Wellen und Strömung für Kinder zu stark. Bei den Affen in Ubud und Uluwatu gehört Essen nicht in Kinderhände, und gegen Dengue brauchst du konsequenten Mückenschutz.
In Kuta, Legian und Seminyak, dazu die Beach Clubs in Canggu und Uluwatu. Wer abends lieber Ruhe hat, ist in Sanur, Ubud oder im Osten besser aufgehoben.


Was dir auffallen wird: Der Verkehr ist irre, und an manchen Ecken stinkt es gewaltig. Roller am Strassenrand, Kabelbündel über den Gassen, Hupen als Hintergrundmusik. Und irgendwie ist es auch geil.
An den Strand sind wir trotzdem immer wieder: fünf Abende, fünfmal Sonnenuntergang.
So war es bei uns: Wir waren im Sommer 2026 zweimal auf Bali, vom 1. bis 6. Juli und vom 7. bis 11. August, beide Male in Kuta. Am 6. Juli ging es mit Van und Schnellboot weiter nach Gili Air, am 11. August fuhren wir zum Flughafen Denpasar. Sanur haben wir nur einen Vormittag gesehen. Den Rest der Insel heben wir uns fürs nächste Mal auf.
Letzte Überarbeitung: 11. Oktober 2026. Preise ändern sich, Einreiseregeln auch. Fehler entdeckt? Schreib uns.