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Weltreise planen – Idee und Zeitplan
💡 Schritt 01 von 11

Idee & Zeitplan –
Wann ist der richtige Moment?

12 Min. Lesezeit Fabienne & Marc April 2026 🇨🇭 Schweizer Perspektive

Der Abend, an dem alles begann

Es war ein ganz normaler Dienstagabend im März 2025. Wir sassen auf dem Sofa in unserer kleinen Wohnung in Solothurn – jeder mit dem Handy in der Hand, jeder in seiner Welt. Bis Fabienne ihr Handy umdrehte und Marc ein Foto zeigte: ein türkisblaues Meer, Palmenschatten, irgendwo in Thailand.

„Was wäre, wenn wir das einfach machen?" – Vier Wörter. Die Frage hing im Raum wie etwas, das man nicht so schnell wieder wegkann.

Wir hatten beide gute Jobs. Eine schöne Wohnung. Freunde, Routine, Stabilität. Alles, was man braucht, um ein ordentliches Leben zu führen. Und trotzdem sass da dieses Gefühl: Ist das schon alles?

Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt. Den richtigen Zeitpunkt schafft man sich selbst.

— Fabienne, Solothurn

Wir fingen an zu reden. Wirklich zu reden – nicht über Ferien, nicht über einen zweiwöchigen Urlaub auf Bali, sondern darüber, was passieren würde, wenn wir wirklich alles hinter uns lassen. Jobs kündigen. Wohnung auflösen. Auto verkaufen. Einfach gehen.

Die Antwort überraschte uns beide: Das ist eigentlich gar nicht so unrealistisch.

Weite Landschaft – die Welt wartet
Die Welt wartet nicht darauf, dass du bereit bist. Sie ist einfach da.

Die 5 grössten Ausreden – und warum sie nicht zählen

Wir kennen sie alle. Wir haben sie selbst benutzt, monatelang. Aber irgendwann hilft es, die Ausreden mal direkt anzuschauen – und ehrlich zu sein, was wirklich dahintersteckt.

„Ich kann mir das nicht leisten."

Das ist die häufigste und gleichzeitig am wenigsten überprüfte Aussage. Hast du mal ausgerechnet, was du in der Schweiz pro Monat ausgibst? Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Restaurants, Kleider, Abo hier, Abo da? In Südostasien lebt man gut für 2000–2500 CHF pro Person und Monat – inkl. Unterkunft, Essen, Transport und Aktivitäten. Weniger als ein Monat in Zürich. Das Budget-Thema schauen wir in Schritt 2 ganz genau an.

„Mein Job lässt das nicht zu."

Oder: Du hast noch nie ernsthaft danach gefragt. Sabbatical, unbezahlter Urlaub, Remote-Work – es gibt mehr Optionen als du glaubst. Und wenn nicht: Jobs gibt es auch nach der Weltreise noch. Was nicht wiederkommt, ist die Zeit.

„Ich habe niemanden, der mitkommt."

Dann geh alleine. Solo-Reisen in Südostasien ist eine der besten Entscheidungen, die du treffen kannst. Du triffst ständig Gleichgesinnte, bist frei in deinen Entscheidungen und wächst schneller als in jeder anderen Lebensphase.

„Was ist mit meiner Wohnung / meinem Auto / meinen Sachen?"

Alles lösbar. Wohnung kündigen oder untervermieten. Auto verkaufen oder abstellen. Sachen einlagern oder verkaufen. In Schritt 3 erzählen wir genau, wie wir das gemacht haben und was wir dabei gelernt haben.

„Ich warte noch auf den richtigen Zeitpunkt."

Das ist die gefährlichste aller Ausreden. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Kinder kommen, Hypotheken kommen, Verantwortung kommt. Wer wartet, wartet oft für immer. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn du entscheidest, dass es jetzt ist.

💡
Schweizer Besonderheit: KVG sistieren
Als Schweizer kannst du deine obligatorische Krankenversicherung für die Dauer der Reise sistieren – also aussetzen. Das spart 400–600 CHF pro Monat. Das genaue Vorgehen erklären wir in Schritt 5. Das ist einer der grössten finanziellen Vorteile für Schweizer im Vergleich zu deutschen oder österreichischen Reisenden.
Karte und Planung
Planung gibt Sicherheit – aber irgendwann muss man starten.
Zwei Menschen planen gemeinsam
Zu zweit reisen bedeutet: doppelte Energie, halb so viel Angst.

Wann ist wirklich der richtige Zeitpunkt?

Kurze Antwort: Wenn du dich entschieden hast.

Lange Antwort: Es gibt Lebensphasen, die sich besser eignen als andere. In den Zwanzigern hat man meist weniger Verpflichtungen. Mitte dreissig ist es schwieriger, aber sehr gut machbar. Mit fünfzig klappt es auch – aber dann braucht es mehr Planung rund um Gesundheit, Rentenauswirkungen und möglicherweise Kinder.

Wir waren 29 und 32 als wir beschlossen haben zu gehen. Keine Kinder. Kein Haus. Gute Sparguthaben. Das ist natürlich eine privilegierte Ausgangslage – die wir nicht kleinreden wollen. Aber viele Menschen in ähnlichen Situationen gehen trotzdem nicht. Weil der Moment nie ganz passt.

🇨🇭
Die Schweizer Perspektive
In der Schweiz verdient man gut – aber man gibt auch viel aus. Die Krankenkasse alleine kostet 400–600 CHF pro Monat. Wenn du das sistieren kannst, ist das schon ein Riesenbrocken weniger. Ausserdem ist der CHF stark: In Südostasien kommst du als Schweizer weiter als die meisten anderen Europäer. 1 CHF entspricht ca. 38 Baht (Thailand) oder 27'000 Dong (Vietnam).

Wie lange soll die Reise dauern?

Das hängt von deinen Zielen, deinem Budget und deiner Lebenssituation ab. Hier ein ehrlicher Überblick der drei häufigsten Modelle:

Option A
3–6 Monate
Sabbatical / Auszeit
  • Job bleibt oft erhalten
  • Gut planbar, weniger Risiko
  • Ab ca. 15'000 CHF/Person
  • Zwei Regionen möglich
  • Wenig Zeit zum Ankommen
  • Meist im Touristen-Modus
Unser Modell
12+ Monate
Open-End Weltreise
  • Vollständige Freiheit
  • Echtes Ankommen & Erleben
  • Tiefe kulturelle Einblicke
  • Langzeitreisenden-Community
  • Ab ca. 40'000 CHF/Person
  • Braucht 12–18 Monate Vorlauf
Option B
6–12 Monate
Klassische Weltreise
  • Gutes Gleichgewicht
  • 3–4 Regionen möglich
  • Ab ca. 25'000 CHF/Person
  • Populärste Option
  • Job meist kündigen
  • Zeit für manche Ziele knapp
Unser Tipp: Mindestens 6 Monate
Kürzer als 6 Monate empfehlen wir nicht für eine echte Weltreise. Du brauchst Zeit zum Ankommen, zum Entschleunigen und zum wirklichen Erleben. Wer nur 3 Monate reist, ist die erste Hälfte im Touristen-Modus. Die Magie beginnt nach Monat 2.
Berge und Weite – Freiheit auf Reisen
Echte Freiheit beginnt, wenn du aufgehört hast, die Tage zu zählen.

Wohin zuerst? Unsere Wahl: Südostasien

Das war eine der längsten Diskussionen bei uns. Die Welt ist gross: Südamerika? Asien? Afrika? Australien? Wir haben uns für Südostasien entschieden – und würden es sofort wieder so machen.

Warum Südostasien?

Günstiges Preisniveau. Du kommst als Schweizer weit. Ein gutes Gästehaus kostet 15–30 CHF die Nacht, ein lokales Essen 2–4 CHF. Das macht entspanntes Reisen ohne ständigen Budgetstress möglich.

Einfache Einreise. Thailand, Vietnam, Indonesien, Malaysia – alles visafrei oder mit einfachem Visa-on-Arrival. Keine monatelange Visa-Planung nötig.

Gute Infrastruktur für Reisende. Hostels, Co-Working-Spaces, zuverlässige Busse, günstige Inlandsflüge. Südostasien ist für Langzeitreisende perfekt eingespielt.

Kulturelle Vielfalt auf kleinem Raum. Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Indonesien – jedes Land hat eine komplett andere Energie. Innerhalb weniger Flugstunden erlebst du Welten.

Südostasien – türkisblaues Meer und Palmen
Südostasien: günstiger als die Schweiz, schöner als du denkst.

Unser Zeitplan – 18 Monate von der Idee bis zum Abflug

Ende 2024 haben wir die Entscheidung getroffen. Am 30. Juni 2026 fliegen wir. Das sind 18 Monate. Hier ist, wie wir diese Zeit genutzt haben:

Unsere Zahlen auf einen Blick

Zahlen helfen. Hier sind unsere – ehrlich und ungekürzt.

18 Monate Vorlaufzeit
2'500 CHF / Person / Monat
0 Rückflugtickets gebucht
⚠️
Wichtig: Vorlaufzeit nicht unterschätzen
18 Monate klingen lang – aber wir hätten gerne mehr Zeit gehabt. Besonders das Auflösen der Wohnung und das Sistieren der KVG hat mehr Nerven gekostet als erwartet. Plane mindestens 12 Monate ein, 18 sind besser.

Deine Checkliste für Schritt 1

Diese Punkte solltest du geklärt haben, bevor du mit Schritt 2 weitermachst. Wer hier wackelt, kommt später ins Schleudern.

Häufige Fragen

Fabienne und Marc – WirWeitWeg
Fabienne & Marc
✦ WirWeitWeg · Solothurn, Schweiz
Wir starten am 30. Juni 2026 auf Weltreise ohne Rückflugticket. Auf diesem Blog teilen wir alles ehrlich und aus Schweizer Perspektive – die Planung, die Zweifel, die Vorfreude und später die Erlebnisse. Kein Hochglanz. Echtes Leben.